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Düfte und Farben

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Aktion "Offene Gärten" in Wernborn lockt Besucherströme

Wernborn -Fünf Gärten waren es, die am Sonntag im Rahmen der Aktion "Offene Gärten" im Stadtteil von ihren Besitzern präsentiert wurden. Vier waren öffentlich, einer, so Karin Zwermann, war nur für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins zugängig. Doch die vier Teilnehmer boten eine breite Palette dessen, was Gartenkunst sein kann. Eines hatten sie alle gemeinsam: Rosen. Nicht von ungefähr, denn Wernborn trägt den stolzen Titel Rosendorf.

Feng Shui und

Rosen-Vielfalt

Duftende Rosen in allen möglichen Farben finden sich auch bei Ulrich Keth und seiner Frau Toni. Doch das Herzstück des großen Grundstücks ist ein japanischer Garten, der nach den vier Elementen des Feng Shui aus- und angelegt ist. Keth hat da

bei einiges investiert, aber er ist stolz und glücklich, denn der Geschäftsmann liebt die fernöstliche Kultur und ist sich fast sicher, dass sein Gartentraum einigermaßen allen Ansprüchen gerecht wird. Hilfe holte er sich dabei von einem Fachmann aus Kransberg, "denn ich wollte jemanden haben, der möglichst nah dran ist".

Seine Frau Toni liebt den Garten ebenso sehr wie er. Gemeinsam zeigten sie den Besuchern ihr Kleinod und erklärten die Besonderheiten.

Wasser zum Beispiel wird mit einem kleinen Bach realisiert, über den eine rot gestrichene Brücke führt. Feuer, Erde und Luft sind weitere Elemente, die Feng Shui entsprechend umgesetzt wurden.

Von Japan direkt nach Korea: Familie Kim lud ein, die Besucher strömten und fanden es "phänomenal". Sieben Jahre, zumeist an den Wochenenden, hat Hack young Kim den Garten gestaltet und dabei traditionelle koreanische Elemente eingebaut. Eine Wendeltreppe führt in den Garten, der mit einer Brücke und viel grünem Rasen sowie ansprechenden Bäumen und Büschen gestaltet ist. Seine Frau Junghwa ist sehr stolz auf das, was ihr Mann geschaffen hat. Auch hier geht es nicht ohne Rosen - wobei sowohl Keth wie auch Kim wissen, dass Rosen in Fernost eigentlich eine untergeordnete Rolle spielen.

Martina Bartl ist mit Begeisterung Gärtnerin. "Ich habe so viel Freude daran", erklärt sie ihren Besuchern, dass das Gärtnern für sie einfach ein Lebensgefühl ist. Und in ihrem wunderbaren Garten ist wirklich für jeden Geschmack etwas zu finden. Lieblingsplätze gibt es deshalb viele bei ihr. Ein Plätzchen in der Morgensonne lädt dazu ein, gemütlich zu frühstücken. Die Mittagshitze kann sie auf der Terrasse über sich ergehen lassen und am Abend lockt der Liegestuhl.

Dabei achtet die passionierte Gärtnerin auf die farbliche Abstimmung, Bienenfutterpflanzen und Wildkräuter. Ihr Garten ist nicht nur ein Kleinod, sondern beherbergt auch einen Nutzgarten. Hier zieht sie Tomaten und auf einem Hochbeet Obst und anderes wie Pfefferminze, aus der sich vortrefflich ein leckerer Tee kochen lässt. "Ich nenne das gepflegte Natürlichkeit", denn die Wildkräuter für den Salat schmecken gut und ergänzen die Nahrungspalette.

Pfingsten ist vorbei und deshalb finden sich im Garten von Karin Zwermann als vierter Teilnehmerin auch kaum noch blühende Dolden. "Handtellergroß waren sie", berichtet sie begeistert, "jetzt werden sie ausgezupft, damit sie wieder Knospen bilden können". Als Witwe von Karl Zwermann, dem Vater des Rosendorfs, weiß sie vieles über das Gärtnern. Für sie keine Arbeit, sondern "Entspannung und Freude pur".

Entspannung

und Freude pur

Sie stammt aus Wilhelmshaven, weshalb auch ein großer Strandkorb nicht fehlen darf. Nutzgarten im Gewächshaus, Rosen und Rhododendren so weit das Auge reicht - hier ist alles in Bewegung, fügt sich aber harmonisch zusammen. Leckere Erdbeeren der Sorte Praline laden zum Probieren ein und aus den Ringelblumen macht sie eine Salbe, die bei Verletzungen gut hilft. Kamelien gehören auch zum Garten dazu - manche davon sind schon 18 Jahre alt und haben immer noch Kraft in sich.

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