1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Eigentliches Problem nicht gelöst

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Zu dem Artikel "Umweltsünde oder alles im Rahmen" (Taunus Zeitung vom 5. Juli) erhielten wir folgenden Leserbrief:

Mit großer Erleichterung habe ich in diesem Artikel lesen können, dass Merzhausen an die Kläranlage angeschlossen ist und dort die nicht sichtbaren Stoffe wie Medikamentenrückstände, Mikroplastik und Haushaltschemikalien herausgefiltert werden. Allerdings war in einem Artikel in der TZ vom 4. April mit der Überschrift "Zum Handeln gezwungen: So steht es um die Kläranlagen im Usinger Land" zu lesen, dass die vierte Reinigungsstufe noch nicht existiert und auch in absehbarer Zeit vermutlich nicht existieren wird (Kosten 12 bis 15 Millionen Euro). Diesem Artikel war auch zu entnehmen, dass Mikroplastik, Haushaltschemikalien und Medikamentenrückstände offenbar nur durch diese vierte Reinigungsstufe aus dem Abwasser entfernt werden können. Von daher muss die Frage an dieser Stelle erlaubt sein, ob denn derzeit die oben genannten Stoffe überhaupt herausgefiltert werden?

Da sich dieses Überlaufrohr in einigen Kilometern Entfernung zur Kläranlage in Kransberg befindet, ist meine Erleichterung dann doch nicht so groß, da die genannten Stoffe direkt in den Sattelbach geleitet werden. Es ist beruhigend zu hören, dass die Wasserqualität davon bislang unbeeinflusst und das Wasser angeblich nicht belastet ist (beinhaltet die Analyse des Fresenius-Instituts auch die oben genannten Stoffe?). Was ist mit dem Boden rund um den Überlauf? Wird dieser auch untersucht?

In dem Artikel ist immer die Rede von Starkregen-Ereignissen, die den Behälter zum Überlaufen bringen und dadurch das Abwasser dann extrem verdünnt sei. Leider betrifft das nicht mehr nur Starkregen-Ereignisse, vielmehr lässt sich ein Überlaufen regelmäßig bei ganz normalen Regenfällen beobachten und das immer häufiger. Da hierbei dann deutlich weniger Regenwasser in den Behälter läuft, muss die Verdünnung auch entsprechend geringer sein. Ein Rechen, welcher installiert werden soll, sorgt sicher dafür, dass es um den Überlauf nicht mehr so unappetitlich aussieht, löst aber das eigentliche Problem nicht.

Andreas Egner

Merzhausen

Auch interessant

Kommentare