1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Ein gelungener Neustart

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_usingen_frauenfrue_4c
Neustart des Internationalen Frauenfrühstücks mit Blumengrüßen (von links): Nadine Fork von der Stadt unterstützt Beate Prechtl, Dagmar Linnemann, Helmi Marhenke und Monica von der Laden bei der Organisation. © Red

Usingen (bur). Corona hat vieles lahmgelegt, vor allem die soziale Komponente fehlte. Das hat aber auch was Gutes - denn startet eine Veranstaltung wieder, ist bei allen Beteiligten der Spaß um so größer. Und genau dies konnte gestern beim Internationalen Frauenfrühstück beobachtet werden - lachende Gesichter und herzliche Begrüßungen.

Dass nach zwei Jahren Pause nun diese lockere Runde zusammenkommen kann, war auch für die Stadt besonders, die mit Ilske Roth und Nadine Fork zwei Vertreterinnen zur Wiedereröffnung entsandten. Spannung stand auch den Organisatorinnen ins Gesicht geschrieben, wussten doch Helmi Marhenke (Leitung), Dagmar Linnemann, Beate Prechtl und Sprecherin Monica von der Laden nicht, ob es wieder Zuspruch geben würde.

Idee bereits vor 30 Jahren

Die Sorge war unberechtigt, denn schon vor 9.30 Uhr waren die ersten Tische besetzt. Und es kamen auch neue Gesichter zum Treff, die von »alten Hasen« mitgenommen wurde. Selbst Kinder kamen an der Hand von Mama ins evangelische Gemeindehaus gehüpft. Alles in allem ein toller Neustart der Initiative.

Diese ist übrigens alles andere als neu. Bereits mit der ersten großen Flüchtlingswelle vor über 30 Jahren hatte sich ein Team gefunden, um Kontakt zu Geflüchteten aufzunehmen und sie zu unterstützen. Später übernahm der Ausländerbeirat die Sache, bis es ihm über den Kopf wuchs, und Ute Harmel als Ehrenamtsbeauftragte in den Frauen ein starkes Team fand.

Neben dem Ehrenamtsbüro ist die evangelische Gemeinde ein großer Rückhalt - sie stellt den Gemeindetreff kostenfrei zur Verfügung. »Ohne diese Hilfe wäre das Ganze gar nicht möglich«, sagt von der Laden. Und weitere Frauen stärken dem Team den Rücken, etwa Hella Tarara.

Das Treffen ist ein zwangloses. Anmeldungen sind nicht nötig, kosten tut’s auch nichts. Wer will, kann aber gerne etwas in die Spendendose werfen, damit das Buffet bestückt werden kann. Einen Sponsor wollen sie nicht, denn »wir möchten völlig unabhängig agieren. Was nicht bedeutet, dass wir keine Spenden annehmen«, sagt die Sprecherin.

Hoffen auf Ukrainerinnen

Zwanglos auch, weil es keine »Themen« gibt, also etwa Vorträge. »Wollten die Frauen nicht«, erklärt Marhenke. Damit ist das Ganze eine Art Frühstücksplausch, bei dem sich Dauergäste regelmäßig treffen, neue Besucherinnen reinschneien, sodass der Mix an Nationalitäten immer passt. Man plaudert und lacht, diskutiert, bespricht Probleme oder hat Spaß bei einem reichlichen Frühstück. Und übt auch ein Stück Integration.

Die Organisations-Gruppe hofft nun, dass sie Ukrainerinnen locken kann, doch der Datenschutz verhindert eine Adressen-Weitergabe. Also machen es die Damen wie immer: Man spricht Frauen auf der Straße an, verteilt Flyer und versucht, die Runde zu erweitern. Das Treffen ist jeden zweiten Donnerstag im Monat von 9.30 bis 11 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Das nächste also am 9. Juni.

Auch interessant

Kommentare