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Ein rühriges Politik-Team

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Die Lindenstraße ist ein Sorgenkind des Ortsbeirates, der dort erhebliche Sicherheitsmängel sieht. © Red

Usingen-Wernborn. Für den neuen Wernborner Ortsvorsteher Heiko Selzer steht fest: Der Ortsbeirat arbeitet trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeiten sehr gut zusammen. Er selbst gehört wie auch Anja Semmelbauer und Florian Lotz der CDU an, Jürgen Maibach und Evy-Lise Strube haben das Parteibuch der SPD.

»Wir sehen uns als ein Team, was schon die Aufgabenverteilung innerhalb des Ortsbeirates zeigt«, sagt Selzer. Denn trotz deutlicher Mehrheit der CDU haben sich die Ortsbeiratsmitglieder vor einem Jahr nach der Kommunalwahl bei der Postenvergabe dafür entschieden, Jürgen Maibach zum stellvertretenden Ortsvorsteher zu wählen. Eigentlich sollte auch seine Parteifreundin Evy-Lise Strube den Posten der stellvertretenden Schriftführerin übernehmen, was diese jedoch abgelehnt habe, erklärte er.

Sich den neuen Medien geöffnet

»Alles in allem herrscht in unserem Ortsbeirat eine gute Stimmung«, betont Selzer. Die Mitglieder würden sich über alles austauschen, es gebe keine Alleingänge, was die bereits abgearbeiteten Sachthemen beweisen würden. Denn als erstes gingen die Mitglieder des neuen Ortsbeirates nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr auf die Jugend des Ortes zu. So konnte das Jugendzentrum im Bürgerhaus wieder geöffnet und damit reaktiviert werden.

Eine weitere Neuheit führte das Ortbeiratsteam ein: Eine Gruppe bei Facebook. »Und die wird bis jetzt gut angenommen«, bestätigt Selzer. Informationen können auf diesem Weg zeitnah weitergeben werden. Es gibt auch eine neue Mailadresse. So könne jeder Bürger den Ortsbeirat unter obr-wernborn@gmx.de erreichen und seine Meinung kundtun oder Vorschläge unterbreiten.

Ein besonders gefragtes Thema war und ist ein schneller Internetanschluss für die Bürger. Kein Wunder also, dass sich der Ortsbeirat besonders für den Glasfaserausbau eingesetzt hat. »Wir haben da viel getan«, sagt Selzer. Eine Info-Veranstaltung wurde abgehalten, Flyer wurden erstellt und an die Haushalte verteilt und es wurde sogar ein ortsansässiger Ansprechpartner für alle diesbezüglichen Belange gesucht. Der Name wird bald bekanntgegeben, verspricht der Ortsvorsteher.

Außerdem seien Vorschläge für mögliche neue Baugebiete erarbeitet und an die Stadt weitergeleitet worden. Probleme, die sich ergeben, würden durch gemeinsame Ortsbegehungen direkt am Ort des Geschehens erörtert und wenn möglich auch gelöst. Die Ortsbeiratsmittel, die dem Team zur Verfügung stehen, spendeten sie jüngst für die Flutopfer im Ahrtal. Heiko Selzer ist stolz, diesem Team vorzusitzen, das noch viel für den Ort zu tun beabsichtigt.

Da ist weiterhin die Jugend, die es besonders ins Visier zu nehmen gelte - um den jungen Leuten mehr bieten zu können. »Wir wollen das Freizeitangebot für Jugendliche ausbauen und erweitern«, bestätigt Selzer. Er spricht dabei für den gesamten Ortsbeirat. Als Vorschlag steht nicht nur der verbesserte Internetanschluss im Bürgerhaus für die Jugend im Raum, sondern beispielsweise auch eine Skater-Anlage.

Tag der Vereine ist geplant

Zudem müsse die Lindenstraße ausgebessert werden. »Und zwar noch vor der geplanten Sanierung 2024«, teilt Selzer mit. Denn die Lärmbelästigung sei für die Anwohner teilweise unzumutbar. »Unseres Erachtens nach stellt der Zustand der Straße immer mehr ein Sicherheitsrisiko dar.« Den Umbau der Toilettenanlage in der Eichkopfhalle wollen die Politiker ebenfalls vorantreiben. »Die muss unbedingt behindertengerecht saniert werden«, argumentieren sie.

Sie wünschen sich des Weiteren einen Tag der Vereine, den sie ins Leben rufen möchten. Dabei könnten sich alle Ortsvereine vorstellen und Werbung machen, was wiede-rum als Informationsservice für die Bürger zu sehen sei.

Noch ein Arbeitseinsatz steht an: Die Sitzgruppe an der Karl-Zwermann-Eiche müsste aufgearbeitet werden. Leider hätten wieder mal Vandalen an der Bushaltestelle in der Lindenstraße gewütet. Dort will der Ortsbeirat durch Streichen eine wieder ansehnliche Optik schaffen.

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