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Einblicke in die eigenen grünen Paradiese

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Adriana von Puttkamer hat schon mehrmals ihren Garten geöffnet und zeigte im Vorjahr ihr grünes Wohnzimmer auch Frank Stephan. © Red

Usinger Land (evk). Corona hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Gärtnern auch für die Seele ist. Und obwohl in den vergangenen beiden Jahren nur an jeweils einem Sonntag passionierte Hobbygärtner im Zuge der »Offenen Gärten« anderen Gartenliebhabern einen Blick über ihren Zaun ermöglichten, waren auch das für alle Beteiligten echte Lichtblicke. In diesem Jahr plant Organisatorin Edith Gottwald wieder zwei Tage der Offenen Gärten und sucht dafür noch Teilnehmer, die Interessierte am 22.

Mai und 26. Juni in ihren Garten einladen.

Zur Erinnerung: Seit 2011 haben jedes Jahr zunächst nur Weilroder und Schmittener Gartenbesitzer ihre grünen Paradiese geöffnet. Seit 2019 ist die Veranstaltung nicht mehr nur auf das obere Weiltal beschränkt. Als erstes wurden weitere Gärten in den direkt angrenzenden Kommunen miteinbezogen. Inzwischen kann man auch in den Landkreisen Hochtaunus, Rheingau-Taunus und Limburg-Weilburg ausgefallene Gärten bewundern. Im vergangenen Jahr hatten 22 Gartenbesitzer teilgenommen und die ganze Vielfalt gärtnerischer Gestaltung präsentiert. Für die einen ist der Garten das erweiterte Wohnzimmer, andere verfügen über großzügige parkähnliche Refugien. Die einen lieben einen klassisch strukturierten Garten, die anderen lassen der Natur ihren Lauf und greifen nur lenkend ein.

Der Garten kann mit Farben und Düften ein Ort für die Sinne sein. Manche ergänzen ihre fast schon künstlerische Komposition von verschiedenen Blumen, Sträuchern und Bäumen um eigene Kunstwerke aus Stein, Holz und Ton oder nutzen ihr grünes Domizil als Ausstellungsfläche für andere Künstler. Immer beliebter wird auch der Lebensmittelanbau im eigenen Nutzgarten, der bei Kennern von Kräutern zugleich Naturapotheke sein kann. Und dann gibt es noch die vielen Kombinationsmöglichkeiten. Denn Gottwald weiß: »Jeder Garten spiegelt das wider, was der Gärtner empfindet und was gelungen ist zu realisieren, ist also sehr individuell.« Die Organisatorin beschreibt die Bedeutung eines Gartens so: »Was sich in einem gestalteten Garten in Augenblicken der Muße abspielt, ist wie eine Kommunikation zwischen der Seele des Menschen mit der Seele der Natur.« Das Wachsen und Vergehen sei immer präsent, und die feinen Veränderungen seien viel subtiler wahrnehmbar als in der freien Natur. »Damit ist die Beziehung zu einem Garten eng und intensiv, weil dieser niemals unverfälschte Natur ist, sondern der Gestaltungskraft seines Besitzers unterliegt und mit seiner Fürsorge gedeiht.

Es verschmelzen die Schönheit und Anmut von Blüten und Blättern oder die ausdrucksstarken Wuchsformen von Pflanzen, Sträuchern und Bäumen zusammen mit der dynamischen Entwicklung des Werdens und Vergehens zu einer Einheit.« Dadurch entstünden der Eindruck und der Zauber einer »wilden Natur«, die sich in gemäßigter Form im Garten immer wieder in neuen Ausdrucksformen präsentiere.

»Angesprochen sind alle, die ein harmonisches Gartenbild geschaffen haben und ihren Garten anderen Menschen zeigen wollen«, so Gottwald. Es gehe nicht um den perfekten Garten und eine professionelle Gestaltung, sondern vielmehr um lebendige und individuelle Gärten und die Bereitschaft, seine Begeisterung und Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Begeisterung mit anderen teilen

»Als Öffnungssonntage geplant sind der 22. Mai und der 26. Juni jeweils von 11 bis 18 Uhr«, kündigt die Organisatorin ein. Am ersten Öffnungssonntag zeigen sich dann die Gärten in den tieferen Lagen des Hintertaunus wahrscheinlich schon spätfrühlingshaft, im Hochtaunus kehrt wohl gerade erst der Frühling ein. Am zweiten Sonntag zeigen sich die Gärten in voller Blüte.

Wer sich beteiligen möchte, findet das Anmeldeformular auf der Homepage www.weil talgaerten.de. Anmeldeschluss ist Ende März. »Wir freuen uns sehr über neue Gärten«, sagt die Organisatorin. Edith Gottwald steht auch telefonisch für Fragen zur Verfügung unter (0 61 26) 98 91 87.

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