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Immer im Kreis geht es auf der Eisbahn im Homburger Kurpark. Bunte Spots kreieren eine Disco-Atmosphäre.

Bad Homburger Kurpark

Eisbahn vorm Kaiser-Wilhelms-Bad ist eine bunte Winteroase

Die Eisbahn im Kurpark ist für Besucher jeden Alters eine besondere Attraktion und verliert auch bei milden Temperaturen nicht ihren Reiz. Neue Technik soll Umwelt und Budget schonen.

Sie wirkt wie eine winterliche Oase inmitten einer eher tristen Umgebung mit blätterlosen Bäumen und feuchtem Boden. Vor der Spielbank plötzlich Lichterketten und bunte Spots, aus Lautsprechern ertönt Popmusik; von der Eisbahn neben der Spielbank ist fröhliches Lachen zu hören. Der „Bad Homburger Eiswinter“ hat trotz der schlechten wetterlichen Rahmenbedingungen in diesem Jahr nichts von seiner Faszination verloren.

Am Samstagnachmittag drehen hier junge Paare, kleine Kinder mit ihren Eltern sowie coole Jungs ihre Runden, und auf jedem Gesicht steht „Spaß“ geschrieben. So wie bei Aaron (11) und Julian (10) aus Bad Homburg. „Ich war schon im letzten Jahr oft hier, und auch in diesem Jahr war ich mehrmals auf der Eisbahn“, erzählt Aaron. „Sie ist nicht so weit weg wie die Eissporthalle in Frankfurt, sie ist kleiner und kostet auch nicht so viel Eintritt.“ Zudem seien nicht immer so viele Leute auf der Eisfläche, da könne er einige Moves üben, wie den Hockeystopp oder das Rückwärtsfahren, erklärt er und saust weiter über die weiße Eisfläche. Seine Freunde folgen ihm.

Die Robbe hilft Anfängern

Etwas ruhiger lässt es der neunjährige Sebastian angehen, der mit seinem Bruder die Eisbahn besucht. Nachdenklich schaut er auf die Fläche und sagt: „Es ist schön, dass hier mehr Platz ist als beim letzten Mal. Da gab es hier noch Eisstockschießen, und die Fläche zum Schlittschuhlaufen war dadurch etwas kleiner.“ Kleine Schritte macht auch die vierjährige Estelle auf der Eisbahn. Zusammen mit Bruder Eduard (8) und mit ihrer Mutter versucht sie, Meter zu machen, was bei ihr wohl eher Zentimeter sind. „Aber es wird immer besser, wir waren in diesem Jahr schon öfter hier“, meint die Mama lachend und motiviert Estelle. So habe die Familie wenigstens ein bisschen Winter, außerdem sei das Ambiente toll. „Eine Eisbahn im Kurpark, das hat schon was“, betont Estelles Mutter und läuft schnell ihrer Tochter hinterher – sie ist etwas wackelig auf den Beinen.

Der „Bad Homburger Eiswinter“ hat noch bis einschließlich Sonntag, 13. Januar, geöffnet: montags bis donnerstags von 12 bis 20, freitags bis 21 Uhr. Am Wochenende hat die Einbahn von 10 bis 21 Uhr auf, Silvester bis 15 Uhr, am 1. Januar von 14 bis 21 Uhr. Schlittschuhe können ausgeliehen werden.

In der Nachbarschaft posiert Nora Althaus mit Tochter Emma (4) für ein Selfie. „Komm, wir machen ein Bild für Papa“, sagt sie. Emma schiebt eine große Robbe aus Plastik vor sich übers Eis – ein Hilfsmittel mit Kufen für Kinder und unsichere Schlittschuhfahrer. Damit kann auch Emma sich abstützen. „Im letzten Jahr saß sie auf der Robbe und musste geschoben werden, doch in diesem Jahr läuft sie schon selbst“, beschreibt ihre Mutter den Fortschritt.

Besondere Atmosphäre im Kurpark

Die beiden kommen aus Friedrichsdorf, und seit dem vergangenen Jahr gehört das Eislaufen in Bad Homburg zur Familien-Weihnachts-Tradition der Familie Althaus. „Emma hat sich daran erinnert und wollte auch in diesem Jahr wieder vor Weihnachten herkommen. Es ist auch eine besonders schöne Atmosphäre hier“, schwärmt Nora Althaus.

Derweil ziehen Eduard und Estelle ihre Schlittschuhe aus und freuen sich auf den zweiten Part des Eisbahnaufenthalts. „Jetzt gehen wir Punsch trinken, der ist total lecker“, meinen sie. Getränke gibt es in der Bude nebenan.

Ein älteres Ehepaar setzt sich auf eine Bank, sie meint zu ihm: „Komm, lass uns den Schlittschuhläufern noch ein bisschen zuschauen, das sieht so schön aus.“ Eine englischsprachige Gruppe zeigt ganz verzückt auf die Eisbahn, so mitten im Kurpark, das scheint auch für sie etwas Besonderes zu sein. Eine Winteroase eben.

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