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Eine gefährliche Stelle weniger

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Wehrheim-Obernhain (sai). Sehr zufrieden zeigte sich der Ortsbeirat am Dienstagabend in seiner jüngsten Sitzung über die Sanierung der Kreuzungsbereiche im Ortskern. In der Woche nach Ostern ist der rote Asphalt, der im Laufe der Jahre marode und mit tiefen Löchern zu einer Gefahrenquelle geworden war, nach jahrelangem Anmahnen des Gremiums nun endlich entfernt und durch einen »normalen«, haltbareren Asphalt ersetzt worden.

Wie dringend nötig die Sanierung wurde, zeigt ein Unfall zwei Tage vor Beginn der Sanierungsarbeiten, bei dem eine Obernhainer Seniorin aufgrund der tiefen Schlaglöcher gestürzt war. ,

Dilemma wegen parkender Autos

Vor diesem Hintergrund zeigte sich Ortsvorsteher Ernst Baum (CDU) nachträglich noch verärgert darüber, dass erst so spät die Arbeiten ausgeführt wurden. Nun aber können die Kreuzungsbereiche wieder gut passiert werden, was vor allem Fahrradfahrer oder auch Passanten mit Kinderwagen oder Rollatoren freuen dürfte. Gefahrenquellen gebe es in Obernhain aber weiterhin noch genug: Die würden allerdings durch parkende Fahrzeuge verursacht. »Es gibt ein Dilemma: Parken die Autos teils auf dem Gehweg, wird der Gehweg verengt und zwingt die Fußgänger, insbesondere mit Kinderwagen, auf die Straße. Parken sie aber direkt neben dem Gehweg auf der Straße, so wie es ja eigentlich korrekt ist, kommt kein Rettungsfahrzeug mehr durch«, erklärte Nicole Knerr (Grüne) die vertrackte Situation.

Deshalb sind in allen Ortsteilen sogenannte Sicherheitstestfahrten geplant beziehungsweise zum Teil auch schon durchgeführt worden, um festzustellen, wo Rettungsfahrzeuge durch parkende Autos blockiert werden. Im Notfall ginge dadurch nämlich wertvolle Zeit verloren, bis zum Beispiel die Feuerwehr den Einsatzort erreichen könne, wies Tanja Kaspar (FDP) hin.

Dass zudem einige Gehwege in schlechtem Zustand sind, wie etwa im Bruchwiesenweg, wo durch Absenkungen die Pflastersteine zu Stolperfallen werden, sei auch nichts Neues. Auch hier müsse dringend etwas getan werden, mahnte das Gremium erneut an.

Hohe Quote für Glasfaserausbau

Erfreulich dagegen sei der Stand zur Nachfragebündelung für den Glasfaserausbau in Obernhain, berichtete Baum. Inzwischen seien für den Ortsteil 43 Prozent erreicht, 40 Prozent sind erforderlich. Als hilfreich habe sich in diesem Zusammenhang das Info-Mobil der Deutschen Glasfaser herausgestellt, das vergangene Woche direkt am Ortseingang für die Obernhainer bereitgestanden hatte. Es hätten sich doch einige Bürger informiert und sich daraufhin für die Zukunftstechnologie entschieden, berichtete Baum erfreut. Sein Kommentar: »Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur in Obernhain.«

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