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Eine Jesus-Geschichte hinter jeder Perle

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Gemeindepädagogin Nathalie Sachitzki (rechts) erklärt beim Kinderbibeltag, was es mit dem Osterfest auf sich hat. © Red

Usingen-Eschbach (msc). Für Kinder dreht sich beim Osterfest alles um den Osterhasen und darum, die versteckten Ostereier zu finden. Doch die christliche Ostergeschichte um den grausamen Tod von Jesus Christus am Kreuz ist für sie sehr bedrohlich und erschreckend. Wenn aber die Raupe Pasquarella erzählt, wie sie das alles erlebt hat, dann lernen Kinder zu verstehen.

So erging es auch den zwölf Mädchen und Jungen am Samstag im evangelischen Gemeindehaus Eschbach. Die evangelischen Kirchengemeinden Usingen und Eschbach sowie die katholischen Kirchengemeinden Usingen und Wernborn hatten alle Sechs- bis Zwölfjährigen zu einem ökumenischen Kinderbibeltag eingeladen, bei dem den jungen Christen die Ostergeschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel erklärt wurde.

Kommissar Knifflig war auch dabei und beauftragte die Kinder, herauszufinden, was es mit den Perlen der Raupe Pasquarella so auf sich hat. Denn hinter jeder Perle war eine Jesus-Geschichte versteckt. Die erste Perle, als Einstieg in die Aktion, erzählte die Geschichte des Kaufmanns und der Perle. Quasi als Schlüsselgeschichte, um die Botschaft Jesu zu verstehen, wird die Taufe Jesu am Jordan beschrieben. Die blaue Perle gehörte dazu, denn sie steht für Wasser und damit auch für die Taufe.

»Wie kann man denn getauft werden?«, fragte daher die evangelische Gemeindepädagogin Nathalie Sachitzki. Mareike wusste die Antwort: In einem Fluss, aber auch in einem Taufbecken. Die Kinder erfuhren, dass Jesus sogar im Fluss untergetaucht wurde und dass sich daraufhin der Himmel auftat und alle Menschen Gott näher sein durften. Jesus habe die Liebe Gottes erfahren und wollte sie daher weitergeben. »Er will das Leben der Menschen hell und froh machen«, erfuhren sie.

Zaubertrick mit Wachskreide

Zur Information gehörte auch ein Zaubertrick. Die Kinder malten mit Wachskreide Herzen auf je zwei Küchenpapiere, zogen beide durch Wasser - und siehe da, beide Bilder wurden gleichzeitig sichtbar nach dem Trocknen zu einem Bild.

Es galt, insgesamt acht Stationen zu durchleben. Für jede stand eine Perle. Die grüne Perle bezog sich ganz auf den Gründonnerstag, die braune stand für das letzte Abendmahl, die schwarze für den Karfreitag. Die Kinder wurden daran erinnert, dass sich Jesus in Jerusalem nicht nur Freunde gemacht hatte. Das beste Beispiel war die Vertreibung der Händler aus dem Tempel. Denn was haben Händler in einem Gotteshaus zu suchen? Da drehte sich gar nichts mehr um Gott. Und das regte Jesus so sehr auf, dass er die Händler hinauswarf.

Um den Kindern diese Emotion bewusst zu machen, durften sie mit nur einem Wort und ihrem Stimmbild die Gefühle fröhlich, verliebt, wütend und glücklich ausdrücken. Und so wurden die Worte »Ja« und »Nein« letztlich zu einem lauten Geschrei. Übrigens war es die rote Perle, die dieser Wut zugeordnet wurde. Obwohl doch Rot die Farbe der Liebe ist. »Wer sich so richtig ärgert, der wird aber auch ganz rot im Gesicht«, lautete die Erklärung. Die Raupe Pasquarella erzählte zudem vom letzten Abendmahl und ließ den Tod Jesu am Kreuz ebenfalls nicht aus.

Die Betreuerinnen Emilia, Anke, Lina und Nelly unter der Leitung von Gemeindepädagogin Nathalie Sachitzki lenkten den Kinderbibeltag damit dem Höhepunkt zu. Am Ende hatten alle Kinder die Perlen der Raupe Pasquarella beisammen und kannten ihre Bedeutungen.

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