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Über eine Brücke über die Tiefgarageneinfahrt soll der Neubau mit den Hochtaunus-Kliniken verbunden werden.

Krankenhaus-Neubau

Eine Klinik für 24,5 Millionen Euro in Bad Homburg

Vitos baut in Bad Homburg eine Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Im stationären Bereich des viergeschossigen Gebäudes können dann bis zu 125 Patienten behandelt werden. Eine Tiefgarage mit rund 80 Stellplätzen ist vorgesehen. Auch an zwei Vereine ist bei der Planung gedacht worden.

Wenn jetzt alles glatt läuft, dann kann das neue psychiatrische Krankenhaus in Bad Homburg Anfang oder Mitte 2020 bezogen werden. Das sagte Servet Dag, Geschäftsführer von Vitos Hochtaunus, Trägergesellschaft der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Derzeit befinden sich noch alle Abteilungen der als Waldkrankenhaus bekannten Einrichtung in Köppern. Aber: „Die Bauplanung ist fertig, die Baugenehmigung liegt vor, und die ersten Arbeiten haben begonnen.“

Der Umzug nach Bad Homburg ist schon seit 2009 geplant und wurde anfangs immer wieder von verschiedenen Seiten heftig kritisiert. 2014 zeichnete sich jedoch eine Lösung des Konflikts ab: Nur die beiden Akutpsychiatrie-Stationen, die Depressions-Station und die Gerontopsychiatrie, ziehen um.

Die beiden Suchtstationen des Waldkrankenhauses dagegen sollen in Köppern bleiben. Weitere Suchtkliniken sollen dort hinzukommen. Auch diese Pläne werden jetzt immer konkreter. Die Vitos-Suchtfachklinik und die Vitos-Übergangseinrichtung Hasselborn sollen nach Köppern ziehen. Außerdem möchte der Deutsche Orden auf dem Waldkrankenhaus-Areal eine Sucht-Rehaklinik mit 70 Betten bauen.

Doch zurück zum künftigen Klinikneubau in Bad Homburg. Insgesamt 24,5 Millionen Euro soll das Gebäude kosten. „Die Bauausführung des Hauptgewerkes Rohbau startet frühestens zu Beginn des dritten Quartals 2018 mit Fertigstellung der Baugrube und der notwendigen Bodenverbesserung“, erklärte Dag. Wie das Haus konkret aussehen soll? „Wir planen den Neubau einer Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.“ Zukünftig würden in Bad Homburg im stationären Bereich bis zu 125 Patienten behandelt werden können. „Wir planen inklusive Erdgeschoss vier Geschosse plus Tiefgarage.“ Dort solle es Platz für etwa 80 Autos geben.

Die Nutzfläche des Neubaus werde rund 6050 Quadratmeter betragen. Das neue Haus, das auf dem jetzigen Behelfsparkplatz in die Höhe wachsen soll, werde zudem über eine geschlossene Brücke mit den Hochtaunus-Klinken verbunden. So könnten Patienten jederzeit zu Untersuchungen ins Akutkrankenhaus gebracht werden. Der Übergang soll über die künftige Tiefgarageneinfahrt verlaufen, 32 Meter lang sein und eine Steigung von sechs Prozent aufweisen.

Zu den oben genannten Stationen komme noch eine Station für Psychosomatik mit stationären und teilstationären Behandlungsplätzen, die am Standort Bad Homburg neu entstehen werde. „In Sachen Klinikdirektorin für die Psychosomatik befinden wir und derzeit in der Findungsphase.“ Es gebe bereits Kandidatinnen.

Zu den damit vorgesehenen insgesamt fünf Stationen komme noch die Option auf eine sechste Station. „Weiterhin werden am Standort Bad Homburg die Behandlungsräume der Gerontopsychiatrischen und der Allgemeinen Institutsambulanz entstehen.“ Die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 15 Behandlungsplätzen und die Institutsambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die sich bisher in Oberursel befinden, würden ebenfalls in den Bad Homburger Neubau ziehen. „Wir planen mit rund

150 Mitarbeiter

n, die in Bad Homburg beschäftigt sein werden“, so Dag.

Auch die beiden ehrenamtlichen Vereine (Laienhilfe Miteinander und Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern) sollen in Bad Homburg Räume bekommen. „Sie wurden in Absprache mit den beiden Vereinen geplant.“ Auch für das in Köppern beliebte „Second-Hand-Lädchen“ der Laienhilfe Miteinander werde es in Bad Homburg Platz geben. Dort werden Kleidung sowie Patienten-Arbeiten aus der Ergotherapie-Abteilung angeboten. Objekte aus Keramik und Grußkarten zum Beispiel.

Ein Festsaal wie der in Köppern dagegen sei am Standort Bad Homburg nicht vorgesehen. „Ein Raum dieser Größe muss gut genutzt werden, um den Einsatz finanzieller Mittel zu rechtfertigen. Großveranstaltungen werden weiterhin in unserem Festsaal in Köppern durchgeführt.“

Lesen Sie dazu auch unsere Berichte auf Seite 12

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