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Einfach traumhaft!

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"Ecole de danse" präsentiert Tschaikowskys "Dornröschen"

Neu-Anspach -Einfach traumhaft schön war im voll besetzten Anspacher Bürgerhaus die Aufführung von Tschaikowskis Märchen-Ballett Dornröschen. Carola Jäger hatte sich mit Schülern ihrer Neu-Anspacher Ballettschule "Ecole de danse" an dieses monumentale Stück gewagt. Damit wurde ein Traum wahr - nicht nur für Spitzenschülerinnen und fortgeschrittene Elevinnen, sondern auch für die jüngsten Ballerinen und nicht zuletzt für deren Eltern und weitere Angehörige im Publikum. Für dieses Ballett, das seit 1890 weltweit auf großen Bühnen von professionellen Ensembles und berühmten Tänzern präsentiert wird, standen im Bürgerhaus insgesamt 80 Akteure auf der Bühne. Eine besondere Leistung von Jäger als Choreografin und künstlerische Leiterin war die passende Besetzung der unzähligen Rollen. Die Zahl der Feen und Prinzessin war dabei so ausgebaut, dass alle Ballettschülerinnen mitmachen und die Fortgeschrittenen sich auch solistisch und in Gruppen entfalten konnten. Wer die Geschichte nicht kannte, wurde von Erzählerin Eva Schneider jeweils zu Beginn der drei Akte damit vertraut gemacht. Doch im Grunde brauchte man sich nur auf Tschaikowskys Musik und die zauberhafte tänzerische Umsetzung einzulassen. Der Komponist selbst hatte "Dornröschen", das bis heute eines der populärsten klassischen Bühnenwerke der Welt ist, als sein bestes Ballettstück bezeichnet.

Im Anspacher Bürgerhaus dürfte es lange nicht eine so gelungene und gut besuchte Vorstellung gegeben haben. Dazu haben auch das von Frank Atzler erstellte Bühnenbild und die herrlichen Kostüme, für die Carola Jäger und Atzler verantwortlich zeichneten, beigetragen. Nicht zu vergessen die vielen Helfer im Hintergrund. Doch vor allem war es die geschlossene Leistung der fast ausschließlich weiblichen Akteure. Die hatten je nach Leistungsstand unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zu bewältigen.

Perfekte Sprünge und Pirouetten

Erst nach jahrelangem Training schweben die Tänzerinnen nahezu schwerelos über die Bühne, drehen makellose Pirouetten und setzen zu raumgreifenden Sprüngen an.

In den weiblichen Hauptrollen glänzte nicht nur Lynn Marzina als Dornröschen. Besonders ausdrucksstark tanzte Mareike Kollak, die auch den Spitzentanz hervorragend beherrschte, die Fliederfee. Deren Gegenspielerin im Märchen ist die böse Fee Carabosse, die Johanna Schrader ebenso perfekt in Szene setzte.

Die drei jungen Damen überzeugten auch zusammen mit Solvej Schönfelder, die die goldene Fee gab, Anna-Sophie Bangert als Waldwiesenfee und Zaubergartenfee Antonia Lappe beim Spitzentanz. In der Rolle der jungen Prinzen brillierte der junge Vincent Hebestreit, der bei den anspruchsvollen Hebefiguren von Routinier Frank Atzler abgelöst wurde.

Sehr schön anzusehen waren die beiden Szenen, in denen alle Akteure in ihren Kostümen auf der Bühne zu höfischen Festen zusammenkamen: die erste zum Geburtstag von Dornröschen, an dem das Unglück geschah, die zweite die pompöse Hochzeit - mit einem tosender Schlussapplaus.

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