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Eltern nutzen Schnelltests gerne

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Neu-Anspach (nni). Seit Anfang des Monats gibt es für Kinder, die eine Kita in Neu-Anspach besuchen, kostenlose Corona-Schnelltests. Die Kindertagesstätten stellen zwei Tests pro Woche zur Verfügung. Daran beteiligen sich die Träger aller Kitas in Neu-Anspach.

Die Situation in den Einrichtungen war durch die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu eine enormen Herausforderung für die Familien geworden. Sehr viele Kinder waren betroffen, die selbst nicht mit dem Virus infiziert waren, jedoch mit einer positiv getesteten Person Kontakt hatten.

Sie mussten für mindestens fünf Tage in Quarantäne und durften erst am sechsten Tag in die Einrichtungen zurück. Diese Quarantäne-Regel wurde zwar vom Hochtaunuskreis aufgehoben, eine Quarantäne ist jetzt freiwillig, doch getestet wird auch weiterhin. Das Ziel der Herausgabe der Kinder-Schnelltests: erreichen, dass so wenig Familien wie möglich in Quarantäne müssen.

Ein Zusammenhang zwischen den Schnelltests und einem Rückgang der Gruppenschließungen lasse sich aber nicht herstellen, so Dr. Nico Sturm, Leiter des Fachbereichs Familie, Sport und Kultur. »Selbst wenn es seit der Testausgabe zu seltenen Gruppenschließungen kam, wäre es nicht plausibel, dies auf die Ausgabe der Tests zurückzuführen«, sagt Sturm. Denn vermehrtes Testen müsste vielmehr unweigerlich zu vermehrten Fällen führen.

Das Feedback der Familien sei überwiegend sehr positiv. »Die Rückmeldungen, die uns erreichen, deuten darauf hin, dass das Angebot sehr gut angenommen wird. Genau können wir es jedoch nicht sagen, da die Testung in der Verantwortung der Familien liegt und von uns nicht überprüft wird«, sagt Sturm. Er kann für die kommunalen Kindertagesstätten sagen, wie die Eltern an die Test für ihre Kinder kommen: Den Familien würden jeweils fünf Tests für die jeweils nächsten 2,5 Wochen ausgehändigt. Es handele sich dabei um Tests, die durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geprüft wurden und anerkannt sind und die eine hohe Zuverlässigkeit in Bezug auf den Nachweis der Omikron-Variante aufweisen.

Alles basiert auf Vertrauen

Um die Verbreitung der Infektion einzudämmen und möglichst effizient zu testen, sollen die Eltern ihre Kinder immer montags und donnerstags vor dem Kita-Besuch testen. Klappt das denn? »Es besteht Grund zur Annahme, dass viele Familien der Empfehlung folgen. Ein Indiz dafür ist der Zeitpunkt, an dem uns positive Testergebnisse gemeldet werden.« Die Kitas müssen sich darauf verlassen, dass die Eltern ihrer Bitte folgen, das Ganze basiert also auf Vertrauen. »Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür, den Zugang zu einer Kindertagesstätte für Kinder von dem Nachweis einer Testung abhängig zu machen. Da wir nicht überprüfen dürfen, ob ein negativer Test vorliegt, ergibt es auch keinen Sinn, dies zu kontrollieren«, so Sturm. Eltern können sich also gegen das Testen entscheiden, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

Sturm betont aber: »Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass nicht genug getestet wird.« Es sei aber davon auszugehen, dass keine 100-prozentige Testquote erreicht werde. Nichtsdestotrotz wird das Angebot gut angenommen. »Die Regelung wurde gemeinsam mit dem Stadtelternbeirat und allen Kita-Trägern in der Stadt Neu-Anspach im Vorgang vereinbart. Daher erfährt sie breite Unterstützung«, so der Leiter des Fachbereichs Familie.

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