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Endlich wieder Gemeinsamkeit

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Die dreijährige Salome hat ein Sandbild gemacht und sich ein Eis verdient. © jung

Beim Pfarrfest der katholischen Kirchengemeinde kommen alle auf ihre Kosten

Der Himmel lachte leuchtend blau über dem Pfarrfest, welches die katholische Kirchengemeinde nach zweijähriger Zwangspause wegen Corona endlich wieder feiern konnte. Nach der Fronleichnamsprozession hatten alle Hunger, und es gab Gegrilltes, selbst gemachte Salate und Brötchen.

Auch an die Veganer war gedacht worden. Vielerlei Getränke halfen gegen den Durst, und im Pfarrgarten waren Bierzeltgarnituren unter schützenden Zelten aufgebaut worden, damit jeder Platz fand und man miteinander ins Gespräch kam. Manfred Klink spielte Lieder wie den Gospel "Let my people go" oder Nachdenkliches mit Blick auf den Krieg, der in der Ukraine tobt.

Die Gäste genossen auch das Eis, das frisch vom Eiswagen gekauft werden konnte. Auf dem Rasengrün waren Kinderspiele aufgebaut worden. Es gab eine Plastikrollenrutsche, auf der mit Kisten oder Kartons den Hang hinuntergerutscht werden konnte, eine Hüpfburg, einen bunten Tunnel, durch den gekrabbelt werden konnte, sowie eine Fühlstrecke und ein Bastelangebot.

Fußball und Fühl-Strecke

Auch Fußball konnte gespielt werden. Die dreijährige Salome genoss ihr Eis und hatte auch ein Sandbild erstellt. "Das ist ein bisschen wie Malen - man kann kritzeln oder richtig schön malen", so die Erläuterung. Mit der Schere wurde aus Tonkarton etwas ausgeschnitten, mit Klebstift bestrichen und dann Sand darübergestreut. Das machte allen Kindern Spaß. Auch die Fühlstation, in der beispielsweise Heu oder auch Holzspäne untergebracht waren, kam gut an. Naia Arnold aus Berkeley in Kalifornien war mit ihrem Papa gekommen. Nicht wegen des Pfarrfestes natürlich, aber sie nutzte die Rollenrutsche mit viel Elan und Freude.

Im Eine-Welt-Laden waren Hugo Craenen vom Ausländerbeirat, Hildegard Treutler und Martina Drexelius damit beschäftigt, Kaffee auszuschenken und das umfangreiche Angebot wie Tee, Kaffee, Schokolade oder auch Weine zu verkaufen. Der Eine-Welt-Laden ist stets nach dem Gottesdienst geöffnet und war natürlich beim Pfarrfest extra lange geöffnet. Das Angebot dort ist fair gehandelt, zumeist auch biologisch angebaut und schmeckt sehr lecker.

Ins Pfarrheim hatten sich einige Besucher angesichts der doch sehr hohen Temperaturen zurückgezogen und plauderten dort gemütlich. Kaffee und Kuchen gab es auch - keine festen Preise, sondern gegen eine Spende konnte man zwischen verschiedenen Kuchensorten auswählen. Der eine oder andere nahm sich etwas von dem Kuchen mit nach Hause. Die Stimmung war heiter und gelassen, und es wurde ganz deutlich: endlich mal wieder Gemeinsamkeit. Das hatte vielen Menschen sehr gefehlt. cju

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