+
Eine fantastische Lauflandschaft in der Mitte der Republik: Der Taunus bekam viel Lob vom Veranstalter und den Läufern des Trailruns.

„Salomon Trail 4 Germany“ in Weilrod

Erster Trailrun durch den Taunus

  • schließen

Der Naturpark Taunus wurde erstmals für die Laufserie „Salomon Trail 4 You“ ausgewählt. Schauplatz war das Weiltal mit Start und Ziel in Riedelbach.

Laufevents mit extremen Herausforderungen sind aktueller denn je. Der Hawaii-Ironman mit dem deutschen Super-Athleten Patrick Lange hat es gerade wieder bewiesen. Nicht ganz so extrem, aber dennoch kein einfacher Sonntagssport ist das Trailrunning, ein attraktiver Landschaftslauf, der ebenfalls immer beliebter wird. Ein solcher professionell organisierte Trail fand nun erstmals im Taunus statt.

Der Weiltalmarathon-Landschaftslauf ist bereits eine ortsbezogene Laufveranstaltung, die es auch in sich hat, aber neben den steilen Abschnitten, gerade um Alt- und Neuweilnau, besitzt er doch relativ kommode Strecken in der Talsenke. Anders dagegen der Trail, der sich dadurch auszeichnet, dass er abseits der Wanderwege oder sogar asphaltierter Straßen ausgetragen wird und oft extreme Streckenabschnitte einschließt. Auch das ist rund um die Weiltalburgen zu finden: So führte die große Strecke des „Salomon Trail 4 Germany, represented by Buff“, so der ausgeschriebene Wettkampf, rund um den 545 Meter hohen Wolfsküppel, jener Erhebung zwischen Weilnau, Riedelbach und Treisberg.

Das Start-Ziel-Zentrum war an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach eingerichtet, hier trafen am Sonntagmorgen einige Hundert Läufer aus der ganzen Republik ein, und die meisten waren wohl zum ersten Mal in dieser Ecke des Naturparks Taunus.

Aber sie werden sicher mit guten Erinnerungen zurückfahren, denn, wie der Start-Moderator mehrfach betonte, ist die Gegend eine „tolle Lauflandschaft“, und das Organisationsteam, in dem auch Sportler mit Ortskenntnissen mitwirkten, habe einen super Trail zusammengestellt. Neben einer rund 18 Kilometer langen Strecke gab es eine kürzere, rund 12 Kilometer lange Strecke. Ein paar Mal musste die Bundesstraße überquert werden. So zuerst oberhalb der Riedelbacher Schule, von wo es am Waldrand entlang nach Finsternthal ging. Nach dem Erreichen des nördlichen Kamms des Niedgesbachtals folgte die Strecke dem Waldrand mit bester Aussicht auf den Feldberg und Pferdskopf bis oberhalb Finsternthals. Ein Downhill führte die Läufer dann bis zum Uferweg des Niedgesbaches. Die Strecke folgte dem Bachlauf bis kurz vor die Landsteiner Mühle. Dort zweigte die Kurzstrecke ab. Die lange Strecke überquerte die Bundesstraße erneut, dann mobilisierte die steile Passage zum Königsholz die Kräfte der Sportler. Über den Kolem ging es wieder hinunter ins Weiltal, gleich wieder hinauf zum Neuweilnauer Burgberg, noch weiter, am 441 Meter hohen Bornberg vorbei, auf das langgezogene Bergaufstück nach Riedelbach zurück. Insgesamt wurden rund 380 Höhenmeter bewältigt.

Die schnellsten Beine hatte Jonas Götte von der LG Eintracht Frankfurt, der eine Stunde, 16 Minuten und 42,4 Sekunden brauchte. Es kam auf die Zehntelsekunde an, denn genau dieselbe Zeit brauchte Christian Oppel, der für ein Unternehmen der veganen Lebensmittelbranche startete. Die beiden teilten sich Platz eins, und auf den dritten Rang lief Privatstarter Bertram Tilman aus Frankfurt. Bei den Frauen siegte Silvia Felt vom Team Salomon „Time to Play“ in einer Stunde 28 Minuten, gefolgt von Tytti Kirvesmies aus Frankfurt und Katharina Brüggemann aus Waldalgesheim, die beide rund 12 Minuten länger brauchten. Außerdem gab es einen Kinderlauf, und bei dem findet sich auf dem dritten Rang des Jahrgangs 2014 Inabell Liening aus Schmitten. Dass dieser Platz im Weiltal blieb, freute den Ersten Beigeordneten der Gastgebergemeinde Weilrod, Peter Michel, der in Vertretung des Bürgermeisters die Hauptläufe startete, besonders.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare