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Eugen Becker geehrt

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Brigitte Becker ist auch stolz auf die Ehrung für ihren Mann Eugen. © pieren

Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen verliehen

Kransberg -Jüngst teilte das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Wiesbaden mit, dass elf hessische Landwirte für ihre besonderen Verdienste um die heimische Forst- und Landwirtschaft ausgezeichnet wurden. Neben zehn anderen Geehrten aus anderen hessischen Landkreisen erhielt auch Eugen Becker aus Kransberg im Schloss Biebrich die Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen.

Die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) hatte dem 74-Jährigen diese Auszeichnung für sein Engagement im Landes- und Gebietsagrarausschuss verliehen. Um zu erfahren, was in diesen Ausschüssen - die ohne große Beachtung der Öffentlichkeit ihre Aufgaben erfüllen - eigentlich gemacht wird, haben wir uns mit ihm verabredet.

Bis 2011 im Nebenerwerb

"Ohne meine Frau, die daheim oft ganz alleine unsere Nebenerwerbslandwirtschaft betrieben hat, hätte ich all das gar nicht machen können", sagt Eugen Becker und richtet seinen Dank an Brigitte Becker, die er 1969 geheiratet und mit ihr eine vierköpfige Familie gegründet hatte.

Als gelernter Waldarbeiter hatte er beim Forstamt Usingen einen nicht ungefährlichen Job ausgeübt. Später hat er dann den Facharbeiter draufgesattelt, den man heute Forstwirt nennt. "Von meinen Eltern haben wir auch die Landwirtschaft mit Ackerbau sowie Milchvieh- und Schweinehaltung übernommen", sagt Becker. "Ohne die Mitarbeit meiner Frau hätten wir die Nebenerwerbslandwirtschaft gar nicht führen können." In Kransberg betrieben seinerzeit wie anderswo noch viele Haushalte und Familien im Nebenerwerb einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die Beckers bewirtschafteten - später mit Hilfe der beiden Kinder - Äcker auch in Friedrichsthal und Pfaffenwiesbach. "Wir waren eigentlich so was wie Selbstversorger", sagt Brigitte Becker. "2011 haben wir aber aufgehört und die Felder verpachtet."

Ihr Mann ging morgens aber zur Arbeit und kam abends wieder heim. Mit den Jahren wurde es immer später, weil er die praktische Arbeit des Holzfällens längst hinter sich gelassen hatte. "Ich wurde in den Gebiets- und auch in den Landesagrarausschuss berufen", berichtet Becker.

Bei jeder neuen

Straße beraten

"Wir haben die kompletten Vorplanungen für den Regionalen Flächennutzungsplan gemacht", sagt Becker. "Es gibt keine neue Umgehungsstraße im Taunus, in Frankfurt oder im Landkreis Offenbach, die wir nicht vor ihrer Genehmigung beraten hätten. Gleiches gilt für den Neubau der Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen."

Zuletzt war er beruflich bei Hessen Forst und auch im Regierungspräsidium Darmstadt als freigestellter Personalrat aktiv. "Wenn ich mich wo reingearbeitet habe, konnte mir keiner so leicht etwas vormachen", sagt Becker verschmitzt. Darüber hinaus war er in Kransberg Vereinsvorsitzender bei der Feuerwehr und auch stellvertretender Wehrführer. Ebenso hat er bis 2021 als Ortslandwirt gewirkt, was aber nicht mehr nötig ist, weil es keine Landwirte mehr gibt. Zudem hat er auch im Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde gewirkt.

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