1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Evelyn Debus verabschiedet

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_abschied_kh_01032_4c
Evelyn Debus © Red

Usingen (bur). Nach fast 40 Jahren ist Evelyn Debus, die stellvertretende Leiterin der Saalburgschule, in den Ruhestand verabschiedet worden. Sie hat Generationen von Schülern und auch Lehrern kommen und gehen sehen - und in dieser Zeit auch das Gesicht der Schule deutlich mitgeprägt.

Am 1. Mai 1982 begann sie mit dem Referendariat an der Saalburgschule, am 1. Februar 1984 unterrichtete sie bereits als Studienrätin. Zuerst brachte sie im Bäckerbereich dem Nachwuchs die theoretischen Grundlagen ihres Handwerks bei, war am beruflichen Gymnasium für das Thema Ernährung eingesetzt und leitete bis zum Schluss die Abteilungen Ernährung und Sozialwesen.

Nicht zu vergessen, dass sie auch stellvertretende Schulleiterin war und dem damaligen Schulleiter Rainer Pflomm und der aktuellen Chefin Heike Weber den Rücken freihielt. Nebenbei managte sie die Lehrer- und Schülerbibliothek, war Vertrauenslehrerin und hatte sogar bei einer Schulfernsehserie (»Guten Appetit«) die Finger im Spiel. Zwischendurch war sie ein Jahr beim Regierungspräsidium Darmstadt tätig.

Ein Stück Seele der Schulgemeinde

Heike Weber hielt zum Abschied sogar eine kleine Überraschung bereit: Der frühere Schulleiter Rainer Pflomm ließ es sich nicht nehmen, seiner guten Seele zum Abschied die Hand zu drücken und in das Loblied der Kollegen und Webers einzustimmen. »Sie hat ein überragendes Fachwissen und zeigte mit einem riesigen Zeitaufwand ein unglaubliches Engagement. Ihr Umgang mit Schülern und Lehrern war geprägt von Respekt, womit sie sich auch die Achtung des Kollegiums erarbeitete. Das ist heute selten geworden«, so Weber, die auch auf den kollegialen Umgang von Debus mit den Kollegen verwies. »Sie hatte immer ein offenes Ohr für Probleme und auch gleich eine Lösung parat. Ich habe eine tolle Zeit mit ihr gehabt«, sagte die Schulleiterin.

Denn man habe mit ihr sehr ernsthaft und an der Sache orientiert arbeiten können, aber auch viele Stunden mit Spaß und Lachen zusammen verbracht. »Für sie war die Verwaltung einer Schule keine Sache von Akten, sondern eine Herzensangelegenheit.«

Debus selbst ging mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn der Job hat sie immer erfüllt. Dafür muss sie jetzt nicht mehr morgens auf den Wecker achten, wie Weber schmunzelte. Und hat Zeit für Hobbys wie Wandern oder ausgiebige Spaziergänge im Taunus, dem sie als gebürtige Rodheimerin immer treu geblieben ist. »Mit ihr verlässt ein Stück Seele der Saalburgschule die Schulgemeinde«, sagte Weber. FOTO: PRIVAT

Auch interessant

Kommentare