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"Fast wieder wie früher"

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Empfangsleiterin Lucy Straib, Servicekraft Kamil Stefanowski, die neue Leiterin Patricia Reck, Küchenleiterin Zeljka Demirovic und Praktikant Lucas Rodriguez (von links) begrüßen sonntagmittags jetzt auch Kaffeegäste im Martin-Niemöller-Haus. © Kreutz

Neustart im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain

Arnldshain -Im Martin-Niemöller-Haus, dem idyllisch mitten im Wald Tagungshaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Arnoldshain, kann man nicht nur entspannt tagen und die Ruhe genießen, sondern auch private Feste feiern. Wie andere Gastronomiebetriebe war die Einrichtung wegen Corona zeitweise geschlossen. Inzwischen erholen sich die Buchungszahlen wieder. Und ganz neu: Das Haus öffnet sonntagnachmittags die Sonnenterrasse mit Feldbergblick für Ausflügler zum Kaffee.

Patricia Reck neue Leiterin

Das hat vor allem zu tun mit Patricia Reck, der neuen Leiterin der Einrichtung. Die 50-Jährige hat unter schwierigen Bedingungen mit immer wieder neuen Corona-Richtlinien bereits im November zunächst das Interimsmanagement übernommen. "Anfang des Jahres gab es noch ziemlich viele Absagen, aber seit April hat sich das Geschäft erholt", berichtet sie. Auch wenn es immer noch viele Hybridveranstaltungen gebe, buchten nicht nur kirchliche Gruppen, sondern auch solche aus Politik und Gesellschaft inzwischen wieder das Haus für Seminare und Schulungen.

"Der Wunsch nach Gemeinschaft und persönlichen Treffen ist sehr ausgeprägt", so Reck. Wie vor der Pandemie seien jetzt wieder Hochschulen und Vereine zu Gast im Martin-Niemöller-Haus. "Wir freuen uns, dass wir jetzt auch wieder wahrgenommen werden als Ort für private Veranstaltungen wie Hochzeiten oder runde Geburtstage", so Reck. Auch die rund 20 Mitarbeiter, die meisten sind schon lange hier beschäftigt, freuen sich, dass wieder Leben im Haus ist.

"Es ist fast schon wieder wie früher", meint Küchenleiterin Zeljka Demirovic, die seit Beginn ihrer Ausbildung vor 19 Jahren im Martin-Niemöller-Haus arbeitet. Damit meint sie auch die neue Leiterin. Sie führe das Haus im gleichen Geist wie Ursula Schuchmann, die vor Corona nach 50 Dienstjahren in den Ruhestand gegangen war. Zuletzt hatte Simon Liebendörfer mit einer befristeten Stelle die Leitung inne.

Reck, die seit ihrer Ausbildung in einem Hotel und einem Fernstudium im Bereich Touristik in der Gastronomie und Hotellerie auch in Fünf-Sterne-Betrieben tätig war und Erfahrungen in der Event-Organisation hat, weiß: "Ohne ein gutes Team funktioniert nichts." Trotz Corona sind zum Glück alle langjährigen Mitarbeiter noch an Bord. Kürzlich hatte Haustechniker Heiko Mölter sein 20-jähriges Jubiläum. In diesem Jahr werden drei weitere Mitarbeiter ihr zehnjähriges Jubiläum begehen.

Wunsch nach

Gemeinschaft

Wichtig ist für Reck, dass die Teamleiter im Bereich Küche, Service und Technik geblieben sind. Neu aufgestellt ist die Rezeption mit Empfangsleiterin Lucy Straib. Dennoch sucht auch Reck, angesichts steigender Gästezahlen, händeringend nach weiteren Mitarbeitern vor allem fürs Housekeeping. "Außerdem brauchen wir dringend neue Auszubildende", stellt sie fest. Lucas Rodriguez aus Bolivien absolviert als Praktikant derzeit ein einjähriges internationales freiwilliges Jahr.

Nachdem das Tagungsgeschäft wieder angelaufen ist, arbeiten Reck und ihr Team jetzt auch an der regionalen Orientierung. Die Einrichtungsleiterin stellt fest: "Ich bin überrascht, dass so wenige Schmittener unser Haus kennen und wissen, wie schön es hier ist."

Weil im Küchenteam begnadete Kuchenbäckerinnen sind und das Martin-Niemöller-Haus an einer stark frequentierten Wanderer- und Radfahrstrecke liegt, kam die Idee auf, sonntagnachmittags auf der Sonnenterrasse mit Feldbergblick auch Kaffee und Kuchen für Spaziergänger und Tagesausflügler anzubieten. Von Mai bis Ende Oktober kann man sich hier sonntags von 14 bis 17 Uhr verwöhnen lassen, die Ruhe genießen und ein bisschen die Seele baumeln lassen.

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