Feierliche Einweihung in Weißkirchen

„Stop Frau Königin!“, ruft ein Mann auf dem Oberurseler Marktplatz und springt von seinem Sitzplatz auf. „Können wir ein Foto machen?“ Zu einem derartig stürmisch vorgetragenen Anliegen eines ihrer

„Stop Frau Königin!“, ruft ein Mann auf dem Oberurseler Marktplatz und springt von seinem Sitzplatz auf. „Können wir ein Foto machen?“ Zu einem derartig stürmisch vorgetragenen Anliegen eines ihrer Untertanen kann Brunnenkönigin Anna-Lena I. natürlich nicht Nein sagen und schlägt den Bittsteller per Zepter symbolisch zum Ritter. Glückselig kehrt der Mann in den Kreis seiner Männergruppe zurück. „Tja, so was passiert hier schon öfter“, sagt Anna-Lena und lacht. „Meist löst das dann eine Kettenreaktion aus und auch andere wollen ein Foto haben. Aber ich mache das natürlich gerne.“ Diesmal bleibt es bei einem Foto und die 28-Jährige kann im Schatten der Bierbänke ein wenig durchschnaufen. Das ist auch notwendig. Heute ist es nicht nur ziemlich heiß, die Brunnenkönigin hat auch einen straffen Zeitplan zu erfüllen. Teils im Viertelstundentakt klappert sie seit der Brunneneinweihung am Vormittag die Stände auf dem Festgelände ab, verteilt Autogrammkarten und den speziell angefertigten Brunnenköniginnen-Bembel. Ob sie zusätzlich noch ein paar Grußworte spreche, sei von Stand zu Stand verschieden und situationsbedingt. Immer im Schlepptau hat die Weißkirchnerin Vater Herbert in seiner Funktion als Brunnenmeister und mindestens ein Mitglied des Brunnenfest-Organisationsteams. Überall kann Anna-Lena natürlich nicht sein. „Bei über 120 Ständen ist das einfach unmöglich“, erklärt Brunnenfest-Ausschussvorsitzender Thomas Förder und fügt hinzu: „Wir besuchen alle Mitglieder des Vereinsrings und versuchen dann noch an möglichst vielen weiteren Orten vorbeizuschauen.“ Der Brunnenkönigin macht die Tour übers Festgelände nichts aus. „Ich finde es schön, dass wir zu so vielen verschiedenen Ständen gehen. Das Brunnenfest erlebe ich dieses Jahr viel facettenreicher und lerne Aussteller kennen, die ich bislang nie bemerkt hatte. Als Privatperson hat man ja sonst so seine festen Punkte, an denen man sich während des Wochenendes aufhält.“

Dieses Jahr mal im Mittelpunkt zu stehen, sei für sie kein Problem. „Ich hatte bereits sechs Wochen Zeit zur Eingewöhnung und stehe ja auch mit der Maxi Garde des Club Geselligkeit Humor Weißkirchen regelmäßig auf der Bühne.“ Als persönliche Highlights des bisherigen Festverlaufs bezeichnet Anna-Lena die freitägliche Eröffnung samt Gottesdienst und vor allem die feierliche Brunneneinweihung in St. Crutzen am Samstagvormittag. „Ich bin ja selbst Gemeindemitglied und ging in St. Crutzen zur Kommunion und Firmung. Für mich war es etwas ganz Besonderes dort die Brunneneinweihung vorzunehmen.“

( flon)

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