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Der Feldberghof lag gestern in dichtem Nebel ? im kommenden Jahr wird er über längere Zeit geschlossen sein.

Großer Feldberg

Der Feldberg wird zur Baustelle: Gaststätte wird umfassend saniert und ist lange geschlossen

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Im kommenden Frühjahr soll die Gaststätte auf dem Großen Feldberg saniert und modernisiert werden – und wird über längere Zeit geschlossen sein. Noch gibt es keinen Vertrag mit dem künftigen Pächter, aber Verdruss beim langjährigen Wirt . . .

Gipfelstürmer werden sich auch künftig auf dem Großen Feldberg stärken können – aber ansonsten wird sich in den Höhen des Taunus gastronomisch in den kommenden Monaten einiges ändern. Zum Jahresende wird zunächst der kleine Kiosk auf dem Plateau schließen, im Frühjahr macht dann die Gaststätte vorübergehend dicht. „Weder die Gastronomie noch die Toilettenanlagen des Feldberghofs werden über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen“, teilt der Hochtaunuskreis dazu mit.

Hintergrund ist der Ende März auslaufende Vertrag zwischen dem Zweckverband Feldberghof und dem bisherigen Pächter, der Binding-Brauerei. Noch ist offen, ob das Pachtverhältnis zwischen den bisherigen Partnern fortgesetzt wird. Aber schon jetzt ist klar, dass es nach Beendigung des derzeitigen Vertrags eine grundlegende Sanierung und Modernisierung der Gaststätte geben wird. Das sei aufgrund der rauen Witterung und der hohen Nutzungsfrequenz nach rund 20 Jahren unbedingt nötig.

„Der Zweckverband befindet sich noch mitten im Bewerbungsverfahren“, sagt Kreissprecherin Andrea Nagell zur aktuell laufenden Pächtersuche. Derzeit würden weitere Verhandlungen und Gespräche geführt. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, konnte Nagell nicht sagen. An der Ausschreibung hätten sich mehrere Gastronomen beteiligt, einige Bewerber seien bereits ausgeschieden.

Zwischenlösung

Betreiber des Feldberghofs war als Unterpächter in den vergangenen 17 Jahren Peter Stürtz, der sich Ende Februar als Feldberg-Gastronom verabschieden wird – auch wenn er gerne weitergemacht hätte (siehe weiteren Bericht). Und gleich wer den Zuschlag als Pächter erhält – es soll künftig eine gastronomische Versorgung aus einer Hand geben, also keinen alleinigen Kioskbetrieb mehr. Ein Außenverkauf ist allerdings weiterhin vorgesehen. Außerdem werde es einen neuen Biergarten und eine neue Toilettenanlage geben.

Für die Zeit der Umbauarbeiten verspricht der Hochtaunuskreis, der den Zweckverband 1987 gemeinsam mit der Gemeinde Schmitten gründete, „eine gute Zwischenlösung“. Besucher würden weiterhin die Möglichkeit haben, sich auf dem Feldberg mit Snacks und Getränken zu versorgen. Und eine Toilettenanlage werde ebenfalls zur Verfügung stehen.

Die bisherigen Kioskbetreiber, Anneliese und Hermann Lichtnecker, hatten auf dem Gipfel jahrzehntelang die Feldberg-Besucher versorgt. Schon 2016 hatte die damals beabsichtigte Schließung einige Wellen geschlagen, schließlich war der Vertrag mit den Lichtneckers aber noch einmal um zwei Jahre verlängert worden.

„Für die Neuerschließung des Feldbergplateaus ist es unumgänglich, den Kioskbetrieb an dieser Stelle zu schließen“, heißt es in der Mitteilung des Kreises. An der Stelle, an der sich derzeit der Kiosk befindet, und in der unmittelbaren Umgebung befänden sich Versorgungs- und Entsorgungsanschlüsse, die für die geplante Übergangslösung benötigt würden.

(mak)

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