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Fertighaus fürs Museum

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Dr. Ulrike Sbresny Fachbereich Wissenschaft © Red

Neu-Anspach (nni). Der Hessenpark sucht ein Fertighaus, das noch so originalgetreu wie möglich die Zeit der 70er-Jahre darstellt - und die Resonanz ist groß. Wie Dr. Ulrike Sbresny, Leiterin des Fachbereichs Wissenschaft, berichtet, haben sie und ihr Team nach einem Aufruf des Hessenpark-Fördervereins schon sehr viele Rückmeldungen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet erhalten.

»Sie kamen aus Anspach, Wehrheim, Friedrichsdorf, Wölfersheim und Bad Vilbel«, so Sbresny.

Viele Angebote

Die Rückmeldungen waren ganz unterschiedlich, aber immer »sehr nett«, sie kamen per Post oder per E-Mail. Zum Teil handelte es sich nur um Hinweise darauf, dass im Ort der Hinweisgeber Fertighäuser leer stehen oder bald abgerissen werden, ohne dass die Eigentümer bekannt sind. Es habe aber auch sehr konkrete Angebote dahingehend gegeben, dass man das eigene Haus angeboten habe. »Einige Häuser haben sich bei näheren Rückfragen als zu groß herausgestellt, die für uns wichtige Dokumentation ist durch viele Eigentümerwechsel nicht gegeben, oder die Häuser wurden in den letzten Jahrzehnten zu stark verändert«, so Sbresny.

Es gab auch Hinweise, dass ein Haus in den nächsten drei Monaten abgerissen werden solle. »Das wäre für uns zu früh«, so Sbresny. Denn neben der umfangreichen Dokumentation vorab müsse ja auch zunächst die Fläche in der Baugruppe Rhein-Main noch vorbereitet werden und ein Transport organisiert werden.

»Derzeit gehen wir noch etwa zwei bis drei Angeboten nach, die sich vielversprechend anhören, ohne schon sagen zu können, ob DAS Haus für uns dabei ist.« Sbresny hat viele Telefonate geführt. Die Vorgespräche sind nun vorbei. Nun wollen sie und ihre Kollegen Hausbesuche bei den infrage kommenden Anbietern durchführen, erste Fotos aufnehmen und die wichtigsten Informationen zusammentragen. Zwischen den Hausbesuchen können immer einige Wochen liegen - auch wegen der Corona-Pandemie. »Wir nehmen uns die Zeit auch.«

Besichtigungen

In jedem Fall ist einfühlsames Vorgehen gefragt. »Jetzt geht es darum, sich kennenzulernen und zu schauen, ob die Häuser, die infrage kommen, auch in den Zeitrahmen passen.« Man wolle im Laufe der Zeit möglichst viel über alle Familienmitglieder, Autos, Hobbys und vieles mehr in Erfahrung bringen.

Sbresny leitet den Fachbereich Wissenschaft seit August 2021. Sie ist auch für die Zusammenführung der Sammlungsbestände (über 200 000 Objekte) zuständig. Im vergangenen Oktober wurde das Zentralmagazin eröffnet, in dem die Gesamtbestände eingelagert werden sollen. Mehrere Jahre wird es dauern, das Zentralmagazin zu vervollständigen.

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