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Fest-Neustart am Brunnen

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Etwas kleiner, aber nicht minder gemütlich war das erste Brunnenfest des Hasselbacher Frauensingkreises nach zwei Jahren Pandemie-Zwangspause. © SCHNEIDER

Frauensingkreis will nach Corona-Pause zusammenkommen

Hasselbach -Nach über zwei Jahren Corona-Zwangspause konnte der Hasselbacher Frauensingkreis am vergangenen Samstag endlich mal wieder seine Fans zum Brunnenfest zusammenrufen. Bogen sich 2019, da fand nämlich die bis dato letzte Feier um den Dorfbrunnen statt, die sprichwörtlichen Balken, so war die Besucherschar diesmal etwas überschaubarer.

"Wir sind aber trotzdem sehr zufrieden, dass so viele gekommen sind, obwohl momentan fast jeder Verein feiert", waren sich Schriftführerin Franziska Jeck und Kassiererin Ulrike Häuser einig. Man habe sich bewusst für einen kleineren Rahmen entschieden, und das Brunnenrund deshalb auch etwas lockerer möbliert, weil natürlich niemand gewusst habe, wie groß die Resonanz nach der langen Pause sein würde. Deshalb war auch das Angebot an flüssiger und fester Nahrung etwas reduziert. Schmalhans war dennoch nicht Küchenmeister, aber: "Wir wollten den Aufwand, auch was die Hygienebedingungen beim Umgang mit frischen Lebensmitteln beim Grillen, Salatbuffet und Zapfbier anbelangt, bewusst klein halten", erklärte Häuser. Deshalb gab es "nur" Flaschenbier und Schnitzel-, bzw. Frikadellenbrötchen. Die fanden reißenden Absatz.

Keine Verluste bei

Sängerinnen

Wichtig sei es dem Frauensingkreis in erster Linie gewesen, dem Wunsch der gesellschaftlich förmlich ausgehungerten Besucher nach zwanglosen Gesprächen in ruhiger Atmosphäre nachzukommen. "Nach zwei Jahren Pause mussten wir uns selbst sogar fast neu kennenlernen", lachte Franzi Jeck, die neu im Vorstand ist.

Froh sind die Sängerinnen, dass die Gruppe der Aktiven durch und in der Pandemie keine personellen Verluste zu verzeichnen hatte, die 22 Sängerinnen sind alle noch da. Gleichwohl sucht der Vorstand des 80 Mitglieder zählenden Vereins für seine Einsatzabteilung dringend Nachwuchs. Natürlich hoffe man auf stimmgewaltige jüngere Kräfte, die den Fortbestand des Chors sicherten, herzlich willkommen seien aber auch Frauen in fortgeschrittenerem Alter, sagte Häuser. Von niemanden werde eine Ausbildung als Opernsängerin erwartet, "Spaß am Singen reicht völlig aus", ergänzt Jeck.

Für die nötige Begeisterung und Motivation, den Chor stimmlich zu verstärken, werde dann schon Dirigent Carsten Trost sorgen. Der, so die beiden Vorstandsfrauen, habe den Chor mit viel Engagement durch die Pandemie begleitet und die Sängerinnen damit bei der Stange gehalten. Als im Lockdown gar nichts in Präsenz ging, wurde unter Trosts Anleitung virtuell per Zoom-Konferenz geprobt, damit man sich nicht ganz aus den Augen verlor. Später dann fuhr Trost sogar von Mitglied zu Mitglied zur Einzelprobe im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder im Garten, stets im gebührenden Abstand. "Seit Anfang März proben wir aber wieder regelmäßig montags zwischen 18.45 und 20 Uhr im Kulturforum", freut sich Ulrike Häuser und ruft möglicherweise am Chorgesang interessierte Frauen dazu auf, einfach mal unverbindlich reinzuschnuppern".

Letztes Konzert

fand 2018 statt

Ganz oben auf der Wunschliste des Frauensingkreises steht ein neues Konzert, möglichst bald. Das letzte fand 2018 in der Vorweihnachtszeit statt. Es wird also mal wieder Zeit, dass sich der Chor öffentlich zu Wort meldet.

Das wünschten sich rund um den Brunnen auch die Festbesucher, die den lauen Sommerabend bis spät in die Nacht hinein genossen.

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