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Mit dem winzigen Fahrzeug ?GW-V1?, das Sascha Bastian, Jens Heydn und Claudia Limberg in der Umkleide vorführen, sammeln die Brandbekämpfer Spenden für ein modernes Löschfahrzeug.

Fuhrpark

Feuerwehr braucht ein neues Löschfahrzeug und sammelt Kapital

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Ein kleiner Leiterwagen diente der Feuerwehr als Verpflegungsfahrzeug Marke Eigenbau, um Spenden für eine Vergrößerung des Fuhrparks zu sammeln. Für Lacher sorgte er allemal.

Im Feuerwehrhaus ist’s eng. Für Einsatzfahrzeuge ebenso wie für die Brandbekämpfer selbst, wenn die in der Umkleide in ihr Outfit steigen wollen. Parkplätze gibt es auch nur drei, obwohl die Kameraden eigentlich zwölf vorhalten müssten. „Und die drei werden uns auch noch immer wieder zugeparkt“, klagten die Floriansjünger.

Trotzdem: Ein neues Löschfahrzeug muss her. Immerhin hat das alte schon 25 Jahre auf dem Buckel und entspricht nicht mehr so ganz den Anforderungen. „Haushaltsmittel sind für 2019 eingestellt“, bestätigte Wehrführer Bastian Scholz. Nun würde sich die Stadtteil-Wehr zwar über ein schönes großes Löschfahrzeug freuen, dem sind aber Grenzen gesetzt: „Die Grenze ist, was in die Halle passt“, bedauerte Scholz. Denn die 1939 erbaute Fahrzeughalle hat lediglich eine Deckenhöhe von 285 Metern. Zu niedrig also für ein Fahrzeug, das mit einer Höhe von 310 Metern daherkommt.

Also werden sich die Kransberger mit einem MLF, einem mittleren Löschfahrzeug, begnügen müssen. Dieses bietet dann sechs anstelle der auf größeren Fahrzeugen üblichen neun Plätze für Einsatzkräfte. „Aber sogar die Berufsfeuerwehren fahren heutzutage mit einer Staffel von sechs Leuten und nicht mehr mit einer Gruppe von neun“, erklärte Scholz.

Auf ein paar Details bei der Ausstattung des neuen MLF legen die Floriansjünger aber schon Wert. Zum Beispiel sollte das Fahrzeug 1000 Liter Wasser führen können und den Einsatzkräften die Möglichkeit bieten, sich gleich im Wagen mit Atemschutzgeräten auszurüsten. Weil die Stadt nicht gerade im Geld schwimmt, wollen die Kransberger die Fahrzeug-Ausstattung mit möglichst viel eigenem Kapital unterstützen.

Zum Beispiel mit dem vielversprechenden Getränkeverkauf beim Schlachtfest, zu dem die Kameraden gerade wieder das ganze Dorf eingeladen hatten. Und mit Spenden. Um die zu bekommen, zogen einige selbst ernannte Spendensammler mit ihrem ersten selbst gebauten „Gerätewagen-Verpflegung“ (GW-V1) durchs Gebäude und baten die Gäste um ein Scherflein. Der mit Blaulicht ausgestattete Leiterwagen überzeugte von der Notwendigkeit der Neuanschaffung und sorgte somit hoffentlich für reichlich Zuwendungen.

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