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Feuerwehr Heinzenberg ohne Wehrführung

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Der alte und der neue Vorstand der Feuerwehr Heinzenberg (von links): Stefan Wraase-Will, Tanja Wenger, Hans-Jürgen Hellmann, Kevin Moses, Michaela Wraase-Will, Stefan Dannewitz, Angela Wiersdorf-Blackert, Alexander Kinnett und Rolf Moses. © Andreas Romahn

Grävenwiesbach-Heinzenberg (aro). Die Feuerwehr Heinzenberg hat seit Freitag keinen Wehrführer mehr. Bei den Neuwahlen auf der Jahresversammlung im Dorfgemeinschaftshaus fand sich kein Nachfolger für Stefan Dannewitz, der aus beruflichen Gründen das Amt an der Feuerwehrspitze aufgab.

»Wir wollen die Feuerwehr Heinzenberg erhalten«, kündigte Bürgermeister Roland Seel einen formellen Beschluss des Gemeindevorstandes an, mit dem der Hundstädter Wehrführer Hans Hess die Einsatzabteilung der Heinzenberger Wehr kommissarisch weiterführen wird. Erst 2019 hatten die Heinzenberger Brandschützer einen Neuanfang in der Wehrführung mit der Wahl von Dannewitz sowie von Kevin Moses als stellvertretendem Wehrführer unternommen, der jetzt endete. Denn auch Moses stand wegen Umzug nach Emmershausen für die Wehrführung nicht mehr zur Verfügung.

Stattdessen wählte die Versammlung Dannewitz einstimmig zum stellvertretenden Wehrführer, der in dieser Funktion als Ansprechpartner vor Ort für den Hundstädter Wehrführer Hans Hess fungieren wird. Als Nachfolger von Moses im Amt des Jugendwartes wurde Alexander Kinnett gewählt. Gerätewart bleibt Michael Moses nach seiner Wiederwahl.

Auszeichnung für Kevin Moses

Kontinuität herrscht im Feuerwehrverein: Die 25 anwesenden Mitglieder des 91 Köpfe zählenden Vereins bestätigten alle Vorstandsmitglieder einstimmig. Mit Vorsitzendem Hans-Jürgen Hellmann, stellvertretendem Vorsitzenden Stefan Wraase-Will, Kassenwartin Tanja Wenger und Schriftführerin Michaela Wraase-Will, sowie den Beisitzern Rolf Moses und Angela Wiersdorf-Blackert wird der alte und neue Vorstand die Feuerwehr Heinzenberg führen.

Für zehn Jahre aktiven Dienst bekam Kevin Moses die Anerkennungsprämie des Landes Hessen in Höhe von 250 Euro. Außerdem wurde der 28-jährige von stellvertretendem Gemeindebrandinspektor Kai Süssner zum Löschmeister befördert.

Vorsitzender Hellmann blickte zur Eröffnung der Versammlung auf die vergangenen beiden Corona-Jahre ohne Veranstaltungen zurück. In 2019 veranstaltete der Verein noch die Maifeier vor dem Dorfgemeinschaftshaus, im August den Vereinsausflug ins Unimog-Museum nach Gaggenau und den Weihnachtsbaumverkauf sowie zum Jahreswechsel das Winterfeuer. Für 2022 ist eventuell spontan ein Grillfest geplant und die Feier des 60. Geburtstag des Unimogs.

Dannewitz bilanzierte in seinem Bericht stabile Zahlen bei den Mitgliedern der Einsatzabteilung, die 2019 elf, 2020 zehn und 2021 zwölf betrugen. Waren es 2019 noch elf Einsätze, so musste die Wehr 2020 nur dreimal und 2021 sechsmal ausrücken. Soweit Übungen bis zum Lockdown stattfanden, wurden diese in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Laubach ausgeführt. Aus der Jugendfeuerwehr berichtete Moses noch 2019 von 124 Übungsstunden der sechs Jugendfeuerwehrmitglieder, während Corona-bedingt 2020 nur 18 und 2021 gar keine Übungsstunden für vier verbliebene Nachwuchskräfte stattfanden.

Dem Vorstand wurde aufgrund des Kassenberichtes von Kassenwartin Tanja Wenger sowie auf Antrag der Kassenprüfer Wilfried Velten und Willi Herr einstimmig Entlastung erteilt und Klaus Dominiak sowie Andreas Wülfing zu neuen Kassenprüfern bestellt.

Der Standort Heinzenberg wird dringend benötigt, erinnerte Süssner an die Pflicht zur Einhaltung der Hilfsfristen am Rande des Gemeindefeuerwehrgebietes. Süssner zeigte sich überzeugt, dass sich die Angliederung an die Wehr Hundstadt positiv auswirken werde, um den Einsatzbetrieb in Heinzenberg aufrechtzuerhalten. Bürgermeister Seel wünschte sowohl dem Feuerwehrverein wie der Einsatzabteilung zum Abschluss, dass sich immer genügend Frauen und Männer finden werden, die Verantwortung übernehmen.

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