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Flammen lodern auf der Kuppe

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Ein Spektakel, das immer wieder fasziniert: Das lodernde Feuer markiert die Sommersonnenwende, an der Tradition hält auch der Taunusklub fest. © Saltenberger

Taunusklub feiert Sonnenwende - Fünf Meter hoher Scheiterhaufen

Es soll auch Menschen geben, die in der Sonnenwende keinen Grund zum Feiern sehen, denn die Tage werden wieder kürzer, "es geht gefühlt auf Weihnachten zu", da ist es kein Trost, dass der Sommer erst richtig Fahrt aufnimmt.

Die Wanderfreunde des Taunusklub Zweigvereins Neu-Anspach gehören nicht dazu. Traditionsfeste müssen gefeiert werden und nach dem Laubmännchen kommt eben die Sonnenwendfeier, ein weiterer Fixpunkt im Jahreslauf der Tauniden.

Rund 70 Gäste

sind dabei

Am frühen Abend geht es los. Man trifft sich am Wanderheim, wo bei schönem Wetter vor dem Wanderheim Tische und Bänke aufgestellt werden. Rund zehn Sitzgruppen kommen so zusammen, das heißt um die 70 Gäste ließen sich dort nieder, um zunächst ein bis zwei Stunden entspannt in den Wald hinein und seinem Gegenüber zu lauschen, ein Getränk nach Geschmack und eine Bratwurst oder Ähnliches vom Grill zu verzehren. Die Pommes waren aus "echten Kartoffeln" gemacht, was den Verkauf fördern sollte. Aber auch am längsten Tag des Jahres beziehungsweise drei Tage später, wird es irgendwann dunkel, und das ist die Voraussetzung für das alljährliche Spektakel des Sonnenwend- oder Johannisfeuers. Nicht, dass Holz bei Tag nicht brennen würde, aber an der Nahtstelle zwischen Tag und Nacht ist das Sonnenwendfeuer am besten platziert.

Von der Wacht

ein Panoramablick

Der Platz des Scheiterhaufens ist traditionsgemäß die Wacht, erreichbar mit einem kurzen Fußmarsch vom Wanderheim. Die wacht ist der höchste Punkt der Kuppe, die Anspach vom Erlenbachtal trennt mit einem Panorama ins Usinger Land einerseits und das Erlenbachtal mit der Kulisse des Taunuskamms andererseits.

Das heißt, auch umgekehrt ist das Feuer von vielen Punkten der Umgebung zu sehen. Aber es muss auch brennen. Dafür sorgten freiwillige Helfer des Taunusklubs, die am Vortrag das Holz einsammelten zum Schauplatz transportierten und dort unter Leitung von Volker Kröner und Wolfgang Keller fachgerecht auftürmten. Sicherheit wird dabei groß geschrieben; so verhindert ein eiserner Ring das Auseinanderfallen der in Flammen stehenden Pyramide.

Rund fünf Meter ragte ihre Spitze in den Himmel. Die freiwillige Feuerwehr Anspach wacht stets darüber, dass nur brennt, was brennen soll, aber die Freiwilligen der Wehr konnten dem Treiben gelassen zuschauen und auf die Wanderfreunde warten. Die machten sich mit Fackeln auf den Weg, ebenfalls ein sehr romantisches Spektakel. Der Zug wurde angeführt vom 90-jährigen Willi Kotitschke und dem 13-jährigen Mika Lorey.

Fackelzug startet

am Wanderheim

Die Fackelträger bildeten um den Stapel einen Kreis und warteten auf die Freigabe der Feuerwehr und das Kommando zum Anzünden. Das kam von Vorstandsmitglied Harald Hübner.

Die Holzstapler hatten gute Vorarbeit geleistet, denn einmal Feuer gefangen, züngelten die Flammen rasch nach oben und Funken flogen und verglühten im immer dunkler werdenden Himmel. Ein Anblick, den Kinder und Erwachsene gleichermaßen genossen. Sie verweilten noch lange um das Feuer herum.

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