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Förderverein erhebt Beitrag

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Usingen (sai). Schul-Fördervereine haben in der Regel keine üppigen Mitgliederzahlen. Beim Förderverein der Christian-Wirth-Schule (CWS) ist das mit rund 850 Mitgliedern anders. Das könnte auch daran liegen, dass bislang kein Mitgliedsbeitrag erhoben wurde. Das soll sich nach dem Willen des Vorstands ändern, was bei der Jahreshauptversammlung für Diskussionen sorgte.

Die Debatte drehte sich dabei aber nicht um die Einführung des Mitgliedsbeitrags von 25 Euro pro Jahr an sich, sondern eher um den Zeitpunkt. Der Vorschlag des Vorstands sah vor, den Beitrag erst ab 2023 einzuziehen, auch wenn ein Mitglied beispielsweise zu Beginn des neuen Schuljahres eintreten wolle.

Erfahrungsgemäß erfolgen die meisten Eintritte zu Beginn des fünften Schuljahres. »Wenn wir erst ein halbes Jahr später den Mitgliedsbeitrag einziehen, verschenken wir Geld, und ein Förderverein hat als eine der wichtigsten Aufgaben, Geld zu generieren, um damit die Schulgemeinschaft unterstützen zu können«, setzte Markus Bernhammer die Diskussion in Gang. Mit der Forderung, den Jahresbeitrag schon für das laufende Kalenderjahr einzutreiben, stand Bernhammer allerdings ziemlich alleine da. Die meisten Mitglieder plädierten dafür, den Beitrag immer im ersten Quartal eines Jahres einzuziehen, egal wann jemand dem Förderverein beitrete.

Nur Neumitglieder betroffen

Das sei für den Kassenwart, der dies ehrenamtlich managen müsse, leichter. Außerdem wolle man den Einzug von der stets erfolgreichen Herbst-Spendenaktion entkoppeln. So hätte man am Ende mehr gewonnen. Zumal der Förderverein nicht den Eltern gleich zu Beginn »in die Tasche steigen« wolle, wie es Vorsitzender Reinhard Henhappl ausdrückte. Die Erhebung eines Beitrags wird nur für neue Mitglieder fällig, Altmitgliedschaften sollen unberührt bleiben, man wolle nachträglich niemanden überrumpeln, zumal viele freiwillig einen Dauerauftrag mit jährlichen Zuwendungen eingerichtet hätten.

Mit der Erhebung erhofft sich der Verein mehr Planungssicherheit bei den Finanzen, die dank der Spendenaktionen solide aussehen. Trotz des Wegfalls von Veranstaltungen, bei denen vor Corona ebenfalls stets gute Einnahmen generiert wurden, ist die Finanzlage noch gut, so Kassenwart Matthias Hartmann.

Zwar seien viele Gelder zweckgebunden, etwa für Musikinstrumente oder Projekte, aber die Mittel, über die der Verein verfüge, um Wünsche aus der Lehrerschaft erfüllen zu können, seien vorhanden. Allerdings liegt die Wunschliste noch nicht vor. Was aber auf jeden Fall finanziert wird, ist beim Sommerfest, bei dem dieses Jahr auch gleichzeitig das 100-jährige Bestehen der CWS gefeiert wird, ein Teil des Rahmenprogramms.

So hat der Förderverein eine Foto-Box inklusive jeder Menge Requisiten bestellt. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen dürfte das Bull-Riding ein Höhepunkt werden. »Wir wollen nach den langen Beschränkungen durch die Pandemie den Kindern ein ungezwungenes Vergnügen ohne Eintritt ermöglichen«, lautete die Begründung, warum dieses Angebot kostenfrei sein soll. Weitere Infos unter www.cws-foerderverein.de.

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