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Frauen kämpfen für Lohngleichheit

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Usingen (red). Zu einer Veranstaltung anlässlich des Equal Pay Day 2022 laden die Frauen im VdK-Kreisverband Usinger Land am heutigen Samstag, 5. März, von 10 bis 14 Uhr am Edeka-Markt in Usingen ein. Am Equal Pay Day, dem internationalen Aktionstag gegen Lohndiskriminierung, gehen die VdK-Frauen für eine faire Bezahlung auf die Straße. Hintergrund:

Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt verändert, nur in einem Punkt hat sich kaum etwas getan - immer noch werden Frauen im Job schlechter bezahlt als Männer. »2021 betrug die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern 19 Prozent«, erklärt Ingrid Grün, Vertreterin der Frauen im VdK-Kreisverband Usinger Land. Unter dem Motto »Equal Pay 4.0 - gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt« fordern die VdK-Frauen, den technologischen Fortschritt für eine Verbesserung der Situation von Frauen in Unternehmen und Betrieben zu nutzen. Mit roten Beuteln, Luftballons, Postkarten und Plakaten werden die VdK’lerinnen in Usingen gegen die Benachteiligung von weiblichen Arbeitskräften öffentlich protestieren. Immer noch sind viele von ihnen in Teilzeit berufstätig: Sie sagen: »Erst der niedrige Lohn, dann die kleine Rente. 53 Prozent beträgt der Einkommensunterschied von Frauen und Männern im Alter. Das muss sich dringend ändern.«

Schwerpunkt: Digitale Arbeitswelt

Dabei habe Corona gezeigt: »Mobiles Arbeiten ist machbar. Arbeitszeiten und -abläufe lassen sich heute viel flexibler organisieren. Das eröffnet für Frauen ganz neue Möglichkeiten, die Anforderungen von Familie und Beruf in Einklang zu bringen«, zeigt sich Ingrid Grün überzeugt. Der erste Equal Pay Day fand 1966 in den USA statt. Der Aktionstag für Lohngerechtigkeit fällt immer auf den Tag, bis zu dem Frauen aufgrund ihrer geringeren Entlohnung seit Jahresbeginn rechnerisch unentgeltlich gearbeitet haben.

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