+
Die Verbindung zur Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ist Vergangenheit.

Umgestaltung

Landgrafenplatz: Neues Verkehrskonzept wird sichtbar - doch es bleibt umstritten

  • schließen

In Friedrichsdorf am Landgrafenplatz wird das neue Verkehrskonzept sichtbar. Unter anderem wurde die Fußgängerzone vergrößert. Doch das Konzept bleibt umstritten.

Friedrichsdorf - Bei dem ganzen Tohuwabohu, das in diesen Tagen auf dem Landgrafenplatz herrscht, ist eine gravierende Änderung im Friedrichsdorfer Zentrum fast untergegangen: Die Zeit, in der Autos zwischen Bahnstraße und Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße verkehren konnten, ist Geschichte. 

Zu erkennen an einer Absperrung und Verkehrsschildern vor der Naspa. Ganz abgesehen davon, dass wegen der Kanalarbeiten, die sich zügig Richtung Bahnstraße bewegen, sowieso kein Durchkommen mehr ist. 

Verkehrskonzept in Friedrichsdorf wird umgesetzt

Dennoch: Fakt ist, dass das neue Verkehrskonzept für das Herz der Hugenottenstadt sichtbar wird, wenngleich erst einmal provisorisch. Dies bedeutet, dass nicht nur die Durchfahrt passé ist, sondern sich auch ein großer Teil der bisherigen Parkplätze in dem Bereich. 

Betroffen sind die zwei öffentlichen Abstellmöglichkeiten vor der Bäckerei Hembd sowie der ebenfalls öffentliche Parkplatz vor der Buchhandlung Schieferseins. Nicht zu vergessen die drei privaten Parkplätze vor der Frankfurter Volksbank. Erhalten bleiben dafür die Stellplätze vor der Naspa. 

Verkehrskonzept sieht verkehrsberuhigten Bereich hinter Bäckerei Hembd vor

Bis zur Bäckerei wird in Zukunft ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet, dahinter beginnt dann die vergrößerte Fußgängerzone auf dem Landgrafenplatz. Zur Erinnerung: Der Wegfall der Durchfahrt nebst der Parkplätze gehört zu den umstrittenen Aspekten der Landgrafenplatz-Umgestaltung. 

Interessengemeinschaft Hugenottenstraße wollte Verkehrskonzept torpedieren

So hatte es in der Vergangenheit eine Unterschriftenaktion, initiiert von der Interessengemeinschaft Hugenottenstraße, gegeben, die von über 1200 Menschen unterzeichnet worden war.  Die Friedrichsdorfer CDU hatte seinerzeit kritisiert, dass dem Wunsch der Unterzeichner nicht Rechnung getragen wurde. 

Verkehrskonzept setzte sich nach Öffentlichkeitsbeteiligung durch

Stattdessen setzte sich das erwähnte Konzept nach einer vorausgegangenen Öffentlichkeitsbeteiligung durch, die von der Stadt initiiert worden war. Es trat an die Stelle des ursprünglichen Plans. Der Kompromiss sieht als Entgegenkommen an die Gewerbetreibenden bekanntlich vor, dass ein Teilstück der Bahnstraße zur Einbahnstraße umgewandelt wird und dort fünf Ersatzparkplätze hinkommen. Auch das ist in diesen Tagen bereits umgesetzt. 

Verkehrskonzept: Bahnstraße hinter Rathaus-Parkplatz nun Einbahnstraße

Zu sehen daran, dass die Bahnstraße kurz hinter der Einfahrt zum Rathaus-Parkplatz jetzt als Einbahnstraße deklariert ist. Außerdem wurden durch gelbe Markierungen auf der Straße fünf neue Parkplätze eingerichtet. Sie sollen später endgültig markiert und hergestellt werden, sagte Tiefbauamtsleiter Lars Plitt-Geissler. Die Einbahnstraße sei eingerichtet worden, weil die Fahrbahn durch die neuen Parkplätze zu schmal für entgegenkommenden Verkehr sei.

Von Klaus Späne

Lesen Sie auch: 

Das sind die Pläne für den barrierefreien Umbau des Friedrichsdorfer Bahnhofs: Der Friedrichsdorfer Bahnhof soll besser zugänglich werden: Mit Aufzügen und einer Rampe an der Ostseite der Unterführung. Für das Toiletten-Problem gibt es jedoch noch keine Lösung.

Versiffte Unterführung in Friedrichsdorf: Der CDU-Politiker Matthias Heinrich aus Friedrichsdorf fordert, dass die Stadt am Programm Kompass des Hessischen Innenministeriums teilnimmt.

In Friedrichsdorf entsteht eine neue Wohnsiedlung für rund 200 Menschen: Wohnraum für rund 200 Menschen soll auf dem 33 000 Quadratmeter großen Areal „Hoher Weg Süd“ entstehen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare