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Auf der Köpperner Zielgeraden

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Von: Klaus Späne

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Es werde Licht: Nur ein paar professionelle Handgriffe von Andreas Scholz, dann hat die neue Straßenlaterne "Saft". Noch rollen auf der Köpperner Straße die Bagger, aber diese Woche dürfte damit Schluss sein. Die Bürgersteige im Kreuzungsbereich sind zum Teil schon fertiggestellt.
Es werde Licht: Nur ein paar professionelle Handgriffe von Andreas Scholz, dann hat die neue Straßenlaterne "Saft". Noch rollen auf der Köpperner Straße die Bagger, aber diese Woche dürfte damit Schluss sein. Die Bürgersteige im Kreuzungsbereich sind zum Teil schon fertiggestellt. © jp

Straßenbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Köppern fast abgeschlossen - Zebrastreifen statt Ampel

Köppern -Alle Welt redet derzeit von der Ampel. Nicht so in Köppern. In dem Friedrichsdorfer Stadtteil stehen derzeit die Zeichen eher auf Ampellosigkeit. Zumindest an der Kreuzung Köpperner Straße, Limesstraße, Gärtnerweg. Und zwar im wörtlichen Sinne. Dort ist nämlich die bisherige Lichtsignalanlage verschwunden. Stattdessen erheben sich nun vier nagelneue Straßenlaternen in die Höhe.

An einer von ihnen ist Andreas Scholz zugange. Mit wenigen Handgriffen schließt der Mann mit dem schwarzen Kapuzenpullover die Beleuchtungsanlagen an den Strom an, Alles sei vorbereitet. "Die Kabel haben die Kollegen seiner Baufirma schon vorige Woche gezogen", sagt er. Die Lampen selbst seien erst an diesem Tag installiert worden und gingen heute noch in Betrieb, erklärt der Arbeiter.

Im Gegensatz zur Straße selbst, wo die Sanierungsarbeiten noch andauern. Von daher also nichts mit der ursprünglich angedachten Termin Ende Oktober. Dennoch geht es im Moment Schlag auf Schlag, obwohl ein Teilabschnitt dieser Tage noch eine große Baustelle ist. Das betrifft vor allem den erwähnten Kreuzungsbereich.

Gelbe Absperrgitter entlang der Fahrbahn, abgeriegelte Nebenstraßen, Bagger und Lastwagen, aufgerissene Bürgersteige, Schotterhaufen kennzeichnen die Szenerie Ende vergangener Woche. Aber die Spuren des Neuen sind schon an verschiedenen Stellen deutlich sichtbar. Etwa der neue Asphalt der Straße. Oder die roten Pflastersteine auf den Trottoirs nebst den abgesenkten Bordsteinen und den weißen schraffierten oder gepunkteten Bodenelementen. Sie dienen der Orientierung von Geh- und Sehbehinderten; die Absenkungen sind für Rad- oder Rollstuhlfahrer gedacht.

Und da wären die beiden Fahrbahnteiler ober- und unterhalb der Kreuzung. Sie dienen der Verkehrsberuhigung auf der vielbefahrenen Durchgangsstraße. Sie sind so gut wie fertig oder befinden sich ebenfalls in den Endzügen.

Christoph Heinze vom Tiefbauamt der Stadt wirkt zufrieden, als er sich ein Bild vom Stand der Arbeiten macht. Dazu hat er allen Grund: Die Erneuerung der Leitungen für Wasser und Gas, Punkt neben der Entschleunigung einer der Hintergründe der Arbeiten, ist schon seit längerem abgehakt. Der Straßenbau, der aktuell an der Reihe ist, befindet sich auf der Zielgeraden.

Vierter und letzter Abschnitt 2022

"Der Zeitplan passt", sagt Heinze zur Entwicklung auf Großbaustelle zwischen Einmündung Elbestraße und etwa den Häusern Nr. 27/28. Die sorgt seit Anfang Juli dafür, dass die Hauptschlagader Köpperns zerschnitten ist und der Verkehr über Umleitungen rollt, wenn er nicht gleich über die Umgehungsstraße läuft.

Wieder einmal, zumal es bereits der dritte Abschnitt dieses Langzeitprojekts ist. Zur Erinnerung: Im vorigen Jahr war Köppern dicht, als der Bereich etwa zwischen Eschenhorst und Bahnübergang saniert wurde. Dazu kamen die Fahrbahnerneuerung auf der Homburger Landstraße ab Bahnübergang in Richtung Friedrichsdorf und die Erneuerung der Pfingstweidstraße, die in die Köpperner Straße mündet. Und wiederum davor war die Ortsdurchfahrt zwischen Elbestraße und Brückenweg an der Reihe.

Trotz der Notwendigkeit eine harte Geduldsprobe also für die Köpperner, vor allem für die lokalen Geschäftsleute. Manche Anwohner dürften die erneute Unterbrechung dennoch mit einem lachenden Auge sehen, denn viele fühlen sich von der Zunahme des Durchgangsverkehrs in den vergangenen Jahren belästigt. Und manche befürchten, dass die Belastung in Zukunft eher noch größer wird. Das wurde vor ein paar Monaten auch im Ortsbeirat deutlich, als zum Beispiel Michael Becker von der CDU auf die Wohngebiete Ökosiedlung in Friedrichsdorf und "Die Sang" in Rosbach sowie das Amazon-Verteilungslager in Friedrichsdorf auf zusätzliche Quellen für mehr Verkehr verwies. Außerdem klang in dem Gremium an, dass mehr Autos, allen voran der Schwerlastverkehr, auf die Umgehungsstraße geleitet werden müssten.

Das mündete schließlich in einen gemeinsamen Antrag des Ortsbeirats an den Magistrat der Stadt, die Möglichkeit von Tempo 30 in der gesamten Köpperner Straße zu prüfen. Noch mal zurück zu der aktuellen Sanierung. Dort gibt es nur noch ein paar Restarbeiten zu erledigen. Die Fahrbahnmarkierungen etwa. Oder ein paar Straßenschilder, wie die Pfeilmarkierungen an den Verkehrsinseln. Sie zeigen das Verschwenken des Verkehrs an. Und natürlich zwei Zebrastreifen an der Kreuzung. Sie treten an die Stelle der bisherigen Ampel, beschienen dann von den neuen Laternen.

Fehlt noch die Gretchenfrage: Wann ist Köppern wieder auf direktem Weg passierbar? Voraussichtlich Ende der Woche, sagt Christoph Heinze. Morgen ist erst mal Abnahme des Projekts. Danach wird über die Freigabe entschieden. Bis zum nächsten Jahr, wenn der vierte und letzte Abschnitt an der Reihe ist. Voraussichtlich im Sommer. von Klaus Späne

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