Ein Bild, auf das die Burgholzhäuser dieses Jahr verzichten müssen: Weder einen Kerbebaum noch ein Festzelt wird es geben.
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Ein Bild, auf das die Burgholzhäuser dieses Jahr verzichten müssen: Weder einen Kerbebaum noch ein Festzelt wird es geben.

Schon wieder eine Absage

Burgholzhausen: Zeltkerb fällt ins Wasser

Veranstalter werden von Corona ausgebremst und blicken mit Sorge auf das nächste Jahr. Dem Kerbeverein fehlen dringend benötigte Einnahmen.

Zuletzt waren es die Dillinger Kerb und das Dippe- und Brunnenfest in Seulberg, die abgesagt wurde, nun folgt eine weitere Friedrichsdorfer Traditionsveranstaltung, die in diesem Jahr Corona zum Opfer fällt. Die Rede ist von der Holzhäuser Zeltkerb.

Viele werden sich erinnern: Voriges Jahr feierte man in dem Stadtteil noch die zehnte Auflage, nun hat der veranstaltende Kerbeverein Burgholzhausen die für Mitte Oktober 2020 geplante Zeltkerb abgesagt.

"Wir haben mit dieser Entscheidung so lange wie irgendwie möglich gewartet und dabei die Entwicklung der Pandemie sowie die politisch beschlossenen Rahmenbedingungen für Veranstaltungen immer genau beobachtet", sagen die Verantwortlichen vom Kerbeverein. Angesichts der sich derzeit abzeichnenden Ausbreitung des Virus sei jedoch davon auszugehen, dass die Durchführung von Veranstaltungen in gewohnter Weise bis mindestens Frühjahr 2021 nicht möglich sein wird.

Die Absage ist mehr als verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass bei der dreitägigen Zeltkerb die sogenannte Wiesngaudi der Höhepunkt darstellt. Jahr für Jahr ist das Festzelt dabei brechend voll, wie sich beispielsweise auch im vorigen Jahr wieder gezeigt hat. Vor allem am Kerbesamstag, der unter dem Motto "Oktoberfest" steht. Apropos, auch das große Vorbild in München musste bekanntlich in diesem Jahr wegen Corona abgesagt werden.

Dennoch: Für Burgholzhausen bedeutet der Verzicht einen herben Einschnitt. Nicht nur dass die erwünschten Einnahmen wegfallen und eine Delle in den Vereins-Etat reißen, auch wenn natürlich gleichzeitig die nicht unerheblichen Ausgaben wegfallen. Auch für das Dorfleben bedeutet es einen Verlust. Erst 2009, im selben Jahr in dem der Kerbeverein gegründet worden war, feierten die Burgholzhäuser die erste Kerb. Und das nach einer langen Durststrecke ohne ein jährliches Dorffest, nachdem zuvor auch der "Dorfspaß" nicht mehr existierte.

Und eben als Ersatz für den weggefallenen Dorfspaß bekamen die Burgholzhäuser vor elf Jahren die Zeltkerb. Nun richten sich die Blicke der Kerbeverein-Macher auf das kommende Jahr. Allerdings mit einer gehörigen Portion Skepsis.

"Wie sicherlich viele andere Vereine, die durch unterschiedliche Veranstaltungen ihr Vereinsleben gesellschaftlich und finanziell sicherstellen, schaut auch der Kerbeverein Burgholzhausen mit großer Sorge auf das nächste Jahr, heißt es in einer Mitteilung. red

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