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Blick auf Sportpark mit Vereinsheim (rechts) und Frankfurter Hochhaus-Silhouette (im Hintergrund)

Stadtverordneten sind sich einig

Diese neuen Attraktionen sind für den Friedrichdorfer Sportpark geplant

Der Sportpark soll um mehrere Attraktionen reicher werden, haben die Stadtverordneten einmütig beschlossen. Bei einer Idee geht es um Bier, bei einer anderen um Bewegung.

Früher war Friedrichsdorf sozusagen eine Kneipenstadt. „Allein in der Hugenottenstraße gab es 20 gastronomische Betriebe“, sagte Grünen-Fraktionschef Lars Keitel am Donnerstagabend im Stadtparlament. Das sei leider lange her. Und viele Bürger wünschten sich vor allem einen Biergarten. Der könnte, so Keitel weiter, im Sportpark entstehen. Dazu stellte er folgenden Antrag: „Der Magistrat wird beauftragt, die Möglichkeit zu prüfen, im Sportpark ein öffentliches gastronomisches Angebot (Öffnungszeiten von mittags bis abends – mindestens für die Sommermonate) anzubieten. Die ansässigen Vereine sollen an Gesprächen beteiligt werden.“

Der Sportpark sei ein guter Standort für einen Biergarten. Nachbarn, die sich durch die Geräuschkulisse gestört fühlen könnten, gebe es nicht. Und bei den erfolgreichen Sommerbrücken-Veranstaltungen habe man gesehen, wie gern die Friedrichsdorfer dorthin kommen. „Die Leute waren begeistert, die Aussicht bei schönem Wetter auf die Silhouette der Frankfurter Hochhäuser war ein Genuss.“

Er fügte hinzu: „Die Konzeption des Sportparks aus dem Jahr 2004 sah einen Marktplatz mit angrenzendem Biergarten vor. Dort hieß es: „Der circa 3500 Quadratmeter große Marktplatz ist zentraler Mittelpunkt des Sportparks. Er ist Drehscheibe, Verteiler und verbindendes Element zugleich.“ Von einer Schattenzone mit Bäumen, Sitzplätzen und einer überdachten Bühne ist noch die Rede.

Gegen die Idee mit dem Biergarten hatte keiner etwas, so wurde der Antrag einstimmig verabschiedet. Das galt auch für den zweiten Antrag zum Thema Sportpark, den FWG, Grüne und SPD gemeinsam gestellt hatten: „Der Magistrat wird beauftragt, den Sportpark um einen Bewegungsparcours (auch als Mehrgenerationen-Spielplatz oder Senioren-Spielplatz bekannt) zu erweitern.“ FWG-Fraktionsvorsitzende Claudia Schlick erklärte, auf so einem Parcours könnten Menschen aller Generationen unter freiem Himmel zeitlich flexibel und ohne Leistungsdruck etwas für ihr Wohlbefinden tun. Allein in Hessen existierten inzwischen mehr als 100 solcher Freizeiteinrichtungen.

Es gebe dort Geräte für Kraft- und Kreislauftraining, für die Beweglichkeit, die Koordinationsfähigkeit, das Gleichgewicht, die Entspannung sowie zur Auflockerung und Anregung der Sinne. Die Nutzung fördere die Gesundheit und sei kostenlos und ohne Verpflichtung, jederzeit und in jeder Art von Kleidung nutzbar. Hinzu komme der Aspekt der Geselligkeit. „Sport und Spaß sind quasi spontan in Vorbeigehen möglich.“ Vereine könnten die Geräte in ihr Trainingsprogramm einbinden und mit Einführungsveranstaltungen durch Übungsleiter auf andere Angebote aufmerksam machen. Die Inspektion und Wartung von Bewegungsparcours unterliegen den gleichen Bedingungen wie Kinderspielplätze. Das bedeute, sie müssten regelmäßig und fachgerecht kontrolliert werden. Die Investitionskosten für die Planung des Parcours, die Geräte selbst und den Einbau der Geräte sollten im Haushalt 2017 berücksichtigt werden, so Schlick weiter.

CDU-Fraktionschefin Katja Gehrmann betonte, bevor sie die Zustimmung ihrer Fraktion signalisierte, dass das gleich Thema auch Teil des christdemokratischen Wahlprogramms gewesen sei.

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