Sieht schon einladend aus. Wenn jetzt noch Wetter und Corona-Lage mitspielen, wird im Freibad bald Betrieb herrschen.
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Sieht schon einladend aus. Wenn jetzt noch Wetter und Corona-Lage mitspielen, wird im Freibad bald Betrieb herrschen.

Vorbereitung auf Saison

Friedrichsdorf: Freibad soll am 1. Juni öffnen

  • Klaus Späne
    vonKlaus Späne
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In Friedrichsdorf steht der Beginn der Freibad-Saison kurz bevor. Bleiben die Inzidenzzahlen niedrig, soll das Bad am 1. Juni in Betrieb gehen. Frühschwimmer bekommen dann sogar eine Stunde mehr.

Friedrichsdorf -Zu nass, zu kalt, zu windig, zu grau, zu "aprilig" und zu wenig "maiig" - der angebliche Wonnemonat eine einzige wettertechnische Zumutung. In anderen Worten: Pullover ist angesichts des Fake-Frühlings derzeit weitaus mehr angebracht als Badehose. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Freibadfreunde können schon mal ihre Badesachen zurechtlegen, denn pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni soll auch das Friedrichsdorfer Freibad seine Pforten öffnen.

"Voraussetzung dafür ist, dass wir in Stufe zwei reinkönnen", sagte Jonas Steinert gestern. Der Leiter des Kultur- und Sportamts bezieht sich damit auf die neuen Corona-Regeln für Hessen, die laut einem Kabinettsbeschluss Lockerungen in zwei Stufen bei Vorliegen einer bestimmten Inzidenz vorsehen. Dabei treten erste Lockerungen bei einer Inzidenz an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 in Kraft. In einer zweiten Stufe - nach weiteren 14 Tagen unter 100 oder fünf Tagen unter 50 - kommen weitere Erleichterungen hinzu - wie eben die Öffnung von Schwimmbädern. Und hier sieht es im Moment verheißungsvoll aus, der Hochtaunuskreis dürfte die Stufe 2 spätestens am kommenden Mittwoch erreichen.

Im Freibad selbst sind Maximilian Faber und sein Team jedenfalls eifrig dabei, sich für Tag X vorzubereiten. Normalerweise dauere die Vorbereitungszeit sechs bis acht Wochen, sagt der Schwimmbadleiter. Die Betonung liegt auf normalerweise, denn Faber & Co. haben in den vergangenen Wochen trotz der großen Unsicherheit über den Eröffnungstermin einiges in die Wege geleitet, um die Einrichtung auf Vordermann zu bringen. Daher sei es möglich, in zwei Wochen startklar zu sein. Fehlt nur noch der letzte Schliff, das Feintuning sozusagen.

Dabei geht es um vor allem die Anpassung des Konzeptes an die Landesvorgaben, aber auch um Reinigungsarbeiten oder um die Einteilung des Personals in die jeweiligen Schichten, um ein paar Beispiele zu nennen.

Was das Konzeptionelle betrifft: Unterm Strich ohne große Überraschungen, sondern Details, die laut Faber relativ schnell umgesetzt werden können.

Alles andere als leere Worte, wenn man sich an das vorige Jahr erinnert. Damals ermöglichten die Verantwortlichen bekanntlich mit einem stimmigen Abstands- und Hygienekonzept eine zwar um etwa zwei Monate verkürzte, aber doch sowohl für Gäste als auch Personal sichere Badesaison.

Die dürfte zugleich eine Blaupause für die bevorstehenden Monate gewesen sein - zumindest in großen Teilen. Dazu später noch mehr. Zunächst aber zu ein paar Neuerungen, die auf die Besucher in diesem Jahr zukommen,

Vorgesehen ist, dass mehr Gäste pro Zeitfenster zugelassen sind. Das bedeutet konkret 400 statt 300 wie im vorigen Jahr. Apropos Zeitfenster. Das erste von insgesamt drei Fenstern, in denen das Freibad aufgesucht werden kann, wird dieses Jahr am Dienstag und Donnerstag um eine Stunde verlängert. Das bedeutet, dass die Frühschwimmer statt zwischen 8 und 11 Uhr, zwischen 7 und 11 Uhr ihre Bahnen ziehen können. Das wiederum wird sich erneut auf einer Schwimmautobahn abspielen, wie Sandra Rieke, stellvertretende Leiterin des Kultur- und Sportamts, betont.

Besucher aus dem vorigen Jahr werden sich erinnern. Gemeint ist ein reglementierter Bewegungsablauf, der im Schwimmerbecken einen Kreisverkehr vorsieht, bei dem nur in die vorgegebene Richtung geschwommen werden darf.

Damit wieder zu den Neuerungen. Vorgesehen sind zwei feste Zeiten im Springerbecken. Nachdem dieses voriges Jahr noch geschlossen war, soll 2021 zumindest partiell wieder der Sprungturm benutzbar sein. Wann steht aber im Moment noch nicht fest. "Wir müssen das noch intern abstimmen", sagt Maximilian Faber. Wahrscheinlich aber werde es mitten drin im Zeitfenster liegen.

Immer prüfen, was möglich ist

Was hingegen schon feststeht ist, dass wie im vorigen Jahr Rutsche und Kinderplanschbecken geöffnet bleiben. "Wir wollen die Einschränkungen auf ein notwendiges Minimum beschränken," nennt Faber ein Motto der kommenden zweiten Saison unter Corona-Bedingungen. Dies alles in der Hoffnung, dass alles wie im vorigen Jahr klappt.

Dazu gehören auch die üblichen AHA-Regeln. Das heißt Abstand halten, "Hygiene-Maßnahmen beachten und Mund-Nasen-Maske tragen. Letzteres beim Einlass und im Sanitärbereich des Schwimmbads, nicht aber in den übrigen Bereichen.

Zu den bekannten Maßnahmen gehört ebenfalls, dass die Eintrittskarten nur als Einzeltickets vorab über ein Online-Portal erhältlich sind (siehe Box unten). "Die Leute haben sich daran gewöhnt", zeigt sich Sandra Rieke zuversichtlich, dass dieses System erneut angenommen wird.

Bleibt als großes Fragezeichen, wie sich die Pandemie-Lage weiterentwickelt, sprich wie sich die fortschreitenden Impfungen niederschlagen oder ob eine weitere Welle droht.

Und das läuft im Umkehrschluss darauf hinaus, dass hier weiter auf Sicht gefahren werden muss oder wie es Maximilian Faber ausdrückt: "Wir müssen immer prüfen, was möglich und was nicht möglich ist." Letztlich könne man aber froh sein, "dass wir zeitnah aufmachen können". von Klaus Späne

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