Lang, schmal, tief: Der Graben, der zur Sperrung der Köpperner Straße führt. Und das ist nur ein Teilabschnitt der Arbeiten. fotos: Priedemuth
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Lang, schmal, tief: Der Graben, der zur Sperrung der Köpperner Straße führt. Und das ist nur ein Teilabschnitt der Arbeiten. fotos: Priedemuth

Köppern

Friedrichsdorf: Ein Stadtteil ist dicht

  • Klaus Späne
    vonKlaus Späne
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Ortsdurchfahrt wegen Straßensanierung bis etwa Mitte Oktober gesperrt - Ampelanlage wird abgebaut

Schon wieder ein Autofahrer, der an der Absperrung vor dem Bahnübergang stehen bleibt, zurücksetzt und dann in Richtung Friedrichsdorf davonfährt. "Viele drehen vor der Sperre - oben wie unten", sagt Hans Georg Helmerich mit Blick auf das Wendemanöver in Höhe des Spießwaldrands. Ab dort geht nichts mehr auf der Homburger Landstraße in Fahrtrichtung Köppern. Das liegt an dem langen, schmalen Graben, der sich jenseits der Bahnlinie die Köpperner Straße entlangzieht, flankiert von zwei Baggern und einem Stapel blauer Rohre.

Es sind die äußeren Kennzeichen der Straßensanierung, die dort gerade im Gange ist. Genauer gesagt seit diesem Montag. Das wiederum hat dazu geführt, dass Köppern dicht ist, also straßentechnisch. Wieder mal, nachdem die Ortsdurchfahrt bereits im vorigen Jahr zwischen Elbestraße und Brückenweg wegen Straßenarbeiten gesperrt war.

Wie damals werden Gas- und Trinkwasserleitungen erneuert sowie der Asphalt saniert. Und dies in drei Teilabschnitten, Dauer: bis voraussichtlich 17. Oktober. "Wat mutt, dat mutt" heißt es in einer aus dem Plattdeutschen stammenden Redensart. So ähnlich sieht das Ortsvorsteher Hans Georg Helmerich auch. Überall seien die Kanäle marode, meint der FWG-Politiker. Dennoch sind nicht alle Köpperner begeistert von den Begleitumständen der Arbeiten, die dazu führen, dass der direkte Weg nach Friedrichsdorf gesperrt ist. Gerade ältere Bürger ohne Auto hätten nun doch enorme Schwierigkeiten, nach Friedrichsdorf zu kommen, beschwerte sich beispielsweise ein älterer Herr in einem Anruf bei dieser Zeitung.

Hans Georg Helmerich kann dies nur bedingt nachvollziehen. Bei ihm selbst seien keine Beschwerden aufgelaufen. Dennoch habe er Verständnis dafür, dass nun die Bushaltestelle Bahnhof nicht angefahren werden kann und die Leute zur Haltestelle Linde ausweichen müssen. Ansonsten aber seien die Anwohner von der Stadt ordentlich informiert worden.

"Wir haben noch ein bisschen Spaß"

Genauer gesagt ist dies mit einem dreiseitigen Schreiben mit Datum vom 1. Juli geschehen, in dem die Arbeiten ausführlich erläutert werden. Darin ist zu lesen, dass im derzeitigen ersten Teilabschnitt die Köpperner Straße zwischen Eschenhorst und Bahnübergang an der Reihe ist. Wie lange dieser Teil dauert, ist laut Auskunft von Doris Staab vom Tiefbauamt noch nicht klar.

Laut vorliegendem Zeitplan ist jedoch vorgesehen, dass im zweiten Teilabschnitt voraussichtlich zwischen 21. September und 17. Oktober auf der Homburger Landstraße ab dem Bahnübergang in Richtung Friedrichsdorf der Asphaltbelag erneuert wird. Es handelt sich um eine Länge von rund 400 Metern, der komplette Bereich zwischen der Ökosiedlung und Köppern inklusive dem Anschluss zum Feuerwehrgerätehaus. Letzteres liegt in der Zuständigkeit der Frank-Gruppe, die auch die Ökosiedlung gebaut hat.

Fehlt noch der dritte Teilabschnitt, der die Pfingstweidstraße betrifft, die in die Köpperner Straße mündet. Hier werden auf rund 60 Metern Gehweg und Fahrbahn bis hinter die Zufahrt zum Bahnhof erneuert. Die Gesamtbaumaßnahmen sollen, wie erwähnt, bis zum 17. Oktober dauern, die Kosten für den Straßenbau liegen im Bereich von rund 400 000 Euro.

Aber das ist noch nicht das Ende des Lieds. Denn wenn alles durch ist, ist der Rest der Köpperner Straße an der Reihe, informiert Helmerich. Dies betrifft den Abschnitt zwischen Limesstraße bis zur Ampel an der Elbestraße. Nicht zu vergessen der Rückbau der Ampelanlage an der Kreuzung Gärtnerweg und Limesstraße.

Insofern könnte der Satz eines Anwohners, der an der Köpperner Straße direkt vor dem Bahnübergang wohnt, durchaus zutreffen: "Wir haben schon noch ein bisschen Spaß", sagte er mit Blick auf die Bauarbeiten. Klaus Späne

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