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Ein aktiver und bekannter Senior: Dr. Dieter Hondelmann feiert seinen 85. Geburtstag.

Friedrichsdorfer feiert 85. Geburtstag

Dr. Dieter Hondelman: "Ich wollte etwas zurückgeben"

Ein halbes Jahrhundert in der FDP, 13 Jahre Vorsitzender des Seniorenbeirats - Dr. Dieter Hondelmann hat in Friedrichsdorf vieles erlebt und vieles bewegt. Am heutigen Montag feiert er seinen 85. Geburtstag.

Friedrichsdorf - Drei Dinge sind es, die Dr. Dieter Hondelmann als „rote Fäden“ in seinem Leben beschreibt: „Mein Beruf, meine Familie und das Gemeinwesen.“ Für das Gemeinwesen hat sich der gebürtige Westfale viele Jahre eingesetzt und tut es – wenn auch in reduzierter Form – noch immer. Am heutigen Montag richten sich die Blicke aber vor allem auf ihn selbst: Der engagierte Friedrichsdorfer feiert seinen 85. Geburtstag.

Hondelmann, der aus einem liberalen Elternhaus stammt, ist gerade für seine langjährige Mitgliedschaft bei der FDP geehrt worden. „Ich bin 1968 in die FDP eingetreten“, erklärt er. „Anlass waren für mich die ,Jungtürken’, wie man die jungen Wilden Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Willi Weyer damals genannt hat, die in Düsseldorf den Koalitionswechsel von der CDU zur SPD eingeleitet hatten und damit den sozialliberalen Kurs der FDP“, erklärt er, „und seitdem lassen mich die Liberalen nicht mehr los“. Trotz insgesamt neun Umzügen hatten die jeweiligen Ortsverbände früher oder später bei ihm angeklopft – und so engagiert er sich seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik, ist heute noch Beisitzer im Vorstand der Friedrichsdorfer FDP.

In der Stadt ist Hondelmann aber nicht nur als Parteipolitiker bekannt. 1999 wurde er in den Seniorenbeirat gewählt. 17 Jahre war er Mitglied im Vorstand des Gremiums, 13 Jahre davon als Vorsitzender. Sich als Rentner für den Seniorenbeirat einzusetzen, hatte er schon lange geplant, denn: „Ich wollte etwas zurückgeben“, erklärt er seine Motivation. „Als wir 1986 nach Köppern zogen, hat das vom Seniorenbeirat organisierte Seniorencafé meine Mutter herzlich aufgenommen“, erinnert er sich.

Für zwei große Projekte hat sich Hondelmann als Vorsitzender des Gremiums in besonderer Weise stark gemacht: das Thema Wohnen im Alter und die Barrierefreiheit der Stadt. „Beim Thema Wohnen im Alter war uns wichtig, eine Wohnanlage für Senioren zu schaffen. Da haben wir immer wieder Druck gemacht – und das mit Erfolg“, sagt er. Seit 2009 gibt es bekanntlich die Taunus Residenz am Houiller Platz – und Hondelmann und seine Frau gehören zu den Bewohnern der ersten Stunde.

Wohnkonzepte dieser Art, da ist sich Hondelmann sicher, könne die Stadt „noch mehr vertragen“. „Die Nachfrage nach den Wohnungen in der Taunus Residenz ist groß, die Warteliste lang“, erzählt er. Auch ein weiteres Pflegeheim wäre für unsere Stadt sinnvoll“, fügt er mit einem Blick auf die demografische Entwicklung hinzu. „Ich sage immer wieder den Menschen, die heute in ihren 60er und 70er Jahren sind, dass sie sich rechtzeitig mit dem Thema auseinandersetzen müssen“, betont er. „Viele treffen ihre Entscheidung, wie sie im Alter leben wollen, zu spät.“

Hondelmann, der auch erster Sprecher der Lokalen Agenda 21 und Gründungssprecher der Bürgerselbsthilfe „Wir Friedrichsdorfer“ war, erhofft sich insgesamt mehr Mitgestaltung und gesellschaftliches Engagement: „Viele konzentrieren sich nur auf ihren Beruf und fragen sich erst, wenn sie in Rente sind, was sie tun sollen. Besser ist es, sich vorzeitig für eine Sache zu engagieren, damit auch das Leben nach dem Berufsleben sinnvoll gefüllt ist.“ Ihn jedenfalls hält sein Engagement in der FDP, in der er gemeinsam mit Eva Oulds in einer Kreativgruppe nach politischen Lösungen außerhalb ausgetretener Pfade sucht, weiter fit.

von Katja Schuricht

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