Grundstücksbesitzer signalisieren Verkaufsinteresse

Land soll Wohnraumpläne der Stadt unterstützen

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Die Stadt möchte im Bereich „Lindenstraße“ Wohnungen bauen lassen. Dabei möchte sie vom Land mit der „Bauland-Offensive“ unterstützt werden.

„Das Potenzial an innerstädtischen Flächen in der Lindenstraße soll in Zusammenarbeit mit den Eigentümern als Wohnbaufläche entwickelt werden“ – diese Zielsetzung hat die „Planungswerkstatt Innenstadt“ bereits im vergangenen Jahr formuliert. In einem nächsten Schritt soll nun mit der „Bauland-Offensive Hessen“ ein Vertrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie abgeschlossen werden.

Die Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum ist eine Aufgabe, der sich das Land Hessen stellen möchte. Zu diesem Zweck gründete sie die „Bauland-Offensive“ zur Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung von Baugrund. In Friedrichsdorf könnte dafür der Bereich „Lindenstraße“ in Frage kommen, wie Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses sagte.

Laut Burghardt sieht das Konzept der „Planungswerkstatt Innenstadt“ eine Bebauung vor, die von dreigeschossigen Häusern an der Homburger Landstraße über zwei- bis eingeschossige Gebäude hin zur Hugenottenstraße individuell abgestuft werden soll. Dadurch sei ein harmonischer Übergang zur historischen Bebauung in der Kernstadt gewährleistet. An der Homburger Landstraße sei kostengünstiger Wohnungsbau denkbar, für den die Stadt ihre Flächenanteile nutzen könnte. Und während für einen ortsansässigen Einzelhandelsbetrieb eine Erweiterungsfläche denkbar sei, müsse mit dem Sportverein TSG Friedrichsdorf 1892 die Erweiterung oder Verlagerung der Turnhalle innerhalb oder außerhalb des Gebietes abgestimmt werden.

Bei den Grundstückseigentümern bestehe insgesamt ein großes Interesse an der Entwicklung des Areals, sagte Bürgermeister Burghardt. Und bezog sich dabei auf eine rund um den Jahreswechsel 2017 / 2018 erfolgte Befragung. Demnach hätten von 24 Eigentümern immerhin 17 ihr Interesse an einer Entwicklung oder an einem Verkauf ihrer Grundstücke an die Stadt bekundet. Zwei Eigentümer nutzten ihr Grundstück bereits für den Eigenbedarf, lediglich drei Eigentümer zeigten bislang keinerlei Interesse, so der Rathauschef. Jetzt sei vorgesehen, mit Hilfe der „Bauland-Offensive“ eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, die eine Standortanalyse, eine Bebauungskonzeption und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung beinhalte. Dann folge das Bebauungsplan- und Umlegeverfahren, Eigentümer würden eingebunden.

Wie berichtet, soll auch der große Parkplatz in der Berliner Straße bebaut werden, etwa mit einem Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen. Die Stadt will auch hier kostengünstigen Wohnraum schaffen.

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