Feuerwehreinsätze

Motor steht in Flammen

Zweimal musste die Feuerwehr am Wochenende ausrücken. Auf der Autobahn brannte ein Transporter und bei einem Taunusbahn-Triebwagen rauchte am Samstag der Motor.

Flammen schlugen aus dem Motorraum des Transporters. Sofort lenkte die junge Fahrerin, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten auf der Autobahn A 5 unterwegs war, den Wagen auf den Standstreifen. „Sie versuchte sogar noch, das Feuer mit Wasser aus ihrer Trinkflasche zu löschen, aber dafür brannte es schon zu stark“, berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb. Am frühen Montagmorgen um 4.01 Uhr gab es Alarm für die Feuerwehr Köppern.

15 Kräfte eilten unter der Leitung von Wehrführer Jürgen Reeh in vier Fahrzeugen zur Unglücksstelle und löschten. Als die Retter eintrafen, hatte das Feuer schon auf den Fahrgastraum übergegriffen. Das junge Paar aus dem Auto hatte sich glücklicherweise rechtzeitig in Sicherheit gebracht und blieb unversehrt.

Die beiden kamen aus Osnabrück, wohin sie von Mannheim umgezogen waren. Mit dem Miettransporter hatten sie ihren Hausrat transportiert und wollten nun den Wagen zurückgeben, berichtete Neeb. „Das junge-Paar hatte schon an der Raststätte Wetterau angehalten, weil der Bordcomputer einen Fehler der Motorsteuerung angezeigt hatte.“ Da hätten sie aber noch nichts Verdächtiges feststellen können und waren weiter Richtung Süden gefahren, bis der Motor vier Kilometer vor dem Bad Homburger Kreuz anfing zu brennen. Der Sachschaden wird auf 20 000 Euro geschätzt.

Während der Löscharbeiten waren der Standstreifen und der rechte Fahrstreifen gesperrt. Die beiden anderen Fahrspuren waren frei. Wegen der frühen Uhrzeit gab es keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen. Gegen 5.15 Uhr konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Der Standstreifen blieb noch länger gesperrt.

Schon am Samstag um 10.35 Uhr musste die Feuerwehr ausrücken, aber zum Bahnhof Köppern. Grauer Rauch war aus dem Motor eines Taunusbahn-Triebwagens gekommen und über die Lüftungsanlage in den Fahrgastraum gezogen. Vermutet wurde ein Schmoren im Elektromotor, der vom Dieselmotor angetrieben wird, so Neeb. 29 Feuerwehrleute aus Köppern, Seulberg und Friedrichsdorf rückten in sechs Fahrzeugen an, außerdem Rettungsdienst, Polizei und der Notfallmanager der Bahn. Die Feuerwehrleute standen in Bereitstellung, mussten aber nicht löschen.

Der Zug war aus Richtung Wehrheim gekommen, der Fahrer konnte den Zug noch bis in den Köpperner Bahnhof steuern. Dort wurden die rund 20 Fahrgäste gebeten, auszusteigen. Zwei von ihnen klagten über Atemwegsreizungen. Der leere Triebwagen wurde gesichert und konnte, als der Motor abgekühlt war, zur Untersuchung leer weiterfahren. Die Bahnstrecke war bis 11.40 Uhr gesperrt. Die Passagiere wurden mit Bussen weitertransportiert.

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