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Polizisten beraten Bürger auf dem Landgrafenplatz

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Was Bürger tun können, um sich davor zu schützen, Opfer eines Verbrechens zu werden, konnten sie am Samstag auf dem Landgrafenplatz erfahren. Polizei und Ordnungsamt stellten ihre Arbeit vor.

Wenn man auch gerne auf die Inanspruchnahme von Ordnungs-, Schutz- oder Kriminalpolizei verzichten möchte, da in der Regel unangenehme Ereignisse vorausgingen, sind die Sicherheitskräfte dennoch unentbehrlich. Denn ohne sie wären die betroffenen Bürger oft hilf- und schutzlos. Trotzdem gibt es manchmal Berührungsängste seitens der Bevölkerung. Um diese Schranke abzubauen und den Menschen wichtige Informationen zu vermitteln, bietet der Bürgerstand der Stadtverwaltung Friedrichsdorf von April bis September einmal im Monat, samstags, auf dem Landgrafenplatz den Einwohnern ausführliche Informationen durch die Ordnungspolizei an.

Am vergangenen Samstag waren zusätzlich auch Bedienstete der Schutz- und Kriminalpolizei Bad Homburg anwesend, um die Bürger über den Bereich „Kriminalprävention und Sicherheit in Friedrichsdorf“ zu informieren. Für diese polizeilich spezifischen Fragen waren Ernst Wirth, dem Leiter der Polizeistation Bad Homburg sowie Nicol Meier (Sicherheitsberaterin), Siegfried Schlott (Schutzmann vor Ort) und Michael Greulich (Leiter des Einbruchsdezernats K21) erschienen.

Wer sich über die täglichen Gefahren wie Diebstahl, Einbruch, Raub, Überfall, Betrug, Gewalt oder Cyberkriminalität (Straftaten im Zusammenhang mit dem Internet) informieren wollte oder auch zu anderen polizeilichen Themen Anliegen hatte, konnte die Experten befragen. Um sich so gut wie möglich Gefahren zu entziehen, sind Verhaltensregeln von Bedeutung.

Zahlreiche Bürger nutzten diese Möglichkeit. Von der Sicherheitsberaterin Nicole Meier konnten sie erfahren, dass sie eine Einbruchsberatung auch vor Ort, also an der eigenen Wohnung, wahrnimmt. Ernst Wirth, Polizei-Dienststellenleiter Bad Homburg, versicherte, dass Friedrichsdorf einschließlich seiner Ortsteile von seinen Bediensteten regelmäßig bestreift wird. Dennoch entbindet dies die Einwohner nicht davon, selbst Aufmerksamkeit walten zu lassen.

Petra Lau, Leiterin des Ordnungsamtes Friedrichsdorf, machte darauf aufmerksam, dass auch sie mit ihren Bediensteten die polizeilichen Aufgaben tatkräftig unterstützt. Die Ordnungspolizei Friedrichsdorf wurde nun um zwei weitere Bedienstete aufgestockt. Vier von ihnen haben Schichtdienst, zwei sind im Innendienst tätig, ein weiterer kümmert sich ausschließlich um den ruhenden Verkehr.

Die Aufgaben der Ordnungspolizei wurde in den letzten Jahren erheblich erweitert. Zu ihren Aufgaben zählen die Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs. Sie achten auf Einhaltungen der städtischen Satzung. Sie führen Jugendschutzkontrollen, aber auch Zwangseinweisungen in die Psychiatrie durch. Personalienfeststellungen und kurzzeitige Festnahmen zählen zu ihren Aufgaben, wie auch Einsätze mit der Landespolizei. „Unsere Leute sind gut ausgebildet und gut ausgerüstet“, berichtet Petra Lau. Zu der Ordnungspolizei-Ausrüstung zählen Handfessel, Schlagstock, Reizstoff und Schutzweste. Mit der „guten alten Hipo“ hat das nur wenig gemeinsam.

An diesem Morgen gab es von Standbesuchern unter anderem Beschwerden darüber, dass in einer Dreißigerzone oft zu schnell gefahren werde. Das könnte eine Radarkontrolle zur Folge haben.

Auf die Frage, ob die Ordnungspolizei von den Bürgern die notwendige Akzeptanz erfahre, gab es ein klares „Jein“, das heißt, ihnen geht es nicht anders als vielen anderen Hilfskräften. Doch vielleicht können Gespräche am Informationsstand zu einem besseren Miteinander verhelfen.

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