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Hier sieht es für Radfahrer schon ganz gut aus: Der Radweg führt an der Cheshamer Straße und den Kreisel-Fahrspuren entlang zur Professor-Wagner-Straße. Radfahrer, die die Straße überqueren wollen, haben neben dem Zebrastreifen einen eigenen Radweg.

Radwegekonzept

Was die Stadt für Radler tun kann

Ein neues Radwegekonzept für Friedrichsdorf wird derzeit erarbeitet. Erste Ergebnisse werden am Ende des Monats öffentlich zur Diskussion gestellt.

Fahrradfreundlich ist Friedrichsdorf bereits. Jetzt soll es für die Pedalritter in der Stadt noch besser werden. Ein neues Radwegekonzept ist in Arbeit. „Grundlage war die Bürgerbeteiligung im vorigen Herbst“, berichtet der Leiter des Stadtplanungsamtes Ulrich Nützel. Da sollten Bürger unter anderem fehlende oder schlechte Radverbindungen sowie Gefahrenstellen in Karten eintragen. Mit den Vorschlägen befassen sich derzeit ein Planungsbüro und eine Steuerungsgruppe, zu der Vertreter der Stadt, der Politik, der Polizei und des ADFC gehören.

Konkrete Maßnahmen, die sich aus der Arbeit bis jetzt ergeben haben, will Nützel noch nicht nennen. Die werden Ende des Monats im Friedrichsdorfer Rathaus öffentlich vorgestellt. Bürger können sich dann die vorgeschlagenen Projekte anschauen und ihre Meinung dazu sagen. Anregungen und Informationen zu Gefahrenstellen können zudem laufend per Internet gemeldet werden, und zwar auf . Sinnvolle Ergänzungen sollen dann vom Planungsbüro RV-K in das endgültige Friedrichsdorfer Radverkehrskonzept eingearbeitet werden.

Mitarbeiter des Planungsbüros waren schon in Friedrichsdorf radeln und hatten vor der ersten Bürgerbeteiligungssitzung alle wichtigen Radwege der Stadt getestet. Das Ergebnis: „Das bestehende Radverkehrsnetz ist bereits auf einem guten Niveau, der Radfahrer erfährt Wertschätzung“, so Nützel. Die Verbindungen zwischen den Stadtteilen funktionierten.

Schon 2001 war ein Radverkehrskonzept mit Haupt- und Nebenrouten entwickelt worden. 2013 sei es aktualisiert und angepasst worden. „Da wurden einzelne Routen geändert, weil beispielsweise zwischenzeitlich eine Umgehungsstraße fertig geworden war.“ Jetzt gehe es darum, das Netz zu ergänzen und zu verbessern. Die Planer hätten unter anderem ihr Augenmerk auf Details gerichtet, die Probleme bereiten könnten, etwa Drängelgitter, fehlende Querungshilfen und kombinierte Rad- und Fußwege.

„Die Maßnahmen, die wir vorstellen werden, haben unterschiedliche Prioritäten. Manche lassen sich schnell umsetzen, wie Markierungen auf der Fahrbahn“, erläutert Nützel. Bei anderen könne die Umsetzung mehrere Jahre auf sich warten lassen. Ein neuer Fahrradweg etwa sei nicht so schnell gebaut. Wenn das neue Konzept fertig sei, solle es im Juni den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die geplante Verbesserung des Radwegs durchs Köpperner Tal nach Wehrheim dagegen sei nicht Sache der Stadt. Für kommunal übergreifende Verbindungen entlang einer Landstraße sei Hessen Mobil zuständig. Ähnliches gelte für den geplanten „Radschnellweg Vordertaunus“ nach Frankfurt, der vom Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main koordiniert werde. Die Strecken sollen, möglichst ohne Straßen queren zu müssen, aus dem Taunus in die Metropole führen. Frankfurt, Eschborn, Steinbach, Oberursel, Bad Homburg und Friedrichsdorf beteiligen sich an der dafür benötigten Machbarkeitsstudie.

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