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Natascha Grin und Niteshift begeisterten auf dem Landgrafenplatz.

Starke Auftritte in Sachen Rock und Country

Die 14. Kult(o)ur hat zahlreiche Friedrichsdorfer auf die Straßen und in die Hinterhöfe der Hugenottenstraße gelockt. An sechs Locations konnte man es sich bei Rock oder Pop mit einem Gläschen Wein bequem machen und den Beginn des langen Wochenendes feiern.

Von EVA KATERNBERG

Auftakt der Musiknacht Kult(o)ur war am Houiller Platz, wo die Band „Zweitakter“ mit Hits aus mehreren Jahrzehnten dem Publikum Lust auf den Abend machte. Rund 40 Gäste hatten es sich am Mittwochabend rund um die Bühne bequem gemacht und schlürften Aperol Spritz oder Cuba Libre von der Bar. Als kleiner Überraschungsgig folgte ein Auftritt der preisgekrönten Country-Sängerin Countrybell, die mit ihrer Line Dance Truppe vom TV Seulberg für Stimmung vor der Bühne sorgte.

Kurz darauf startete am Einkaufszentrum Taunus Carré die Band „Die krassen Lappen“. Die Entstehungsgeschichte des Namens sei zu peinlich, erzählte die Sängerin den Zuschauern, versicherte aber: „Unsere Musik ist besser als der Name.“ Die schwarz-grün gekleideten Band-Mitgleider sangen deutsche und englische Klassiker wie „Uptown Girl“ oder „Westerland“. Auch Kim Scholz war unter den Zuhörern und fand: „Feste in Friedrichsdorf machen immer Spaß!“

Am Landgrafenplatz war eindeutig am meisten los. Alle Bierbänke waren voll besetzt. Und auch um die Getränke- und Wurststände drängten sich Leute. „Mir gefällt vor allem, dass es so viele verschiedene Musiker und Stilrichtungen gibt“, sagte Zuschauerin Kerstin Rönsch. Sie und ihre Freunde kommen jedes Jahr zu dem Event in die Innenstadt. Trotz halbstündiger Verspätung der Band wegen technischer Probleme war die Stimmung gut. Und als „Niteshift“ endlich zu spielen begann, war klar: Das Warten hat sich gelohnt. Die Coverband, die schon häufig in Friedrichsdorf aufgetreten ist, spielte moderne Hits wie „Can’t Feel My Face“ von The Weeknd oder „Nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko. Die Stimmung war ausgelassen. Im Hinterhof vom Café Klatsch saß man nah am Steak-Grill und „All-4-Rock“ heizten ebenfalls richtig ein. So schwang der Gitarrist ein Bein in die Höhe, als er zum Solo ansetzte. Und der Sänger mit Stirnband und grauem Jeanshemd verlieh dem Auftritt die nötige Rocker-Atmosphäre.

Etwas ruhiger ging es nebenan im Le Bistro zu. Akustikgitarrist Andy Sommer wurde von seinem Freund Matze Hupe auf der Mundharmonika begleitet.

Wild-West-Atmosphäre

in der schmalen Bar. Die Cowboyklänge animierten sogar den einen oder anderen zum Tanzen. Gabriele Priesmeyer gefiel es richtig gut. „Die Kult(o)ur muss unbedingt in Friedrichsdorf bleiben“, rief sie klatschend.

Auch im Hof von Garniers Keller war einiges los. Die Band „Spit“ animierte das Publikum zum Mitsingen und -klatschen. Schließlich ging das wie ganz von allein bei Hits wie „Celebration“ oder „We Are Family“.

Den Abschluss des Fests bildete die Band „Teachers & Friends“, bestehend aus Philipp-Reis-Schul-Lehrern sowie deren jungen und alten Freunden, die einen lustigen Mix aus Akustik- und E-Gitarre, Saxofon, Trompete und Keyboard auf die Bühne bringen. „Music For You, And Me And Everybody“ seien die Hits aus sieben Jahrzehnten, sagte der Sänger. Und die Band begann mit dem Song „Everybody Needs Somebody“ von den Blues Brothers.

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