Friedrichsdorf

Team United weiht Fußballplatz für sehbehinderte Spieler ein

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Zum fünfjährigen Bestehen des „Team United“ der Teutonia Köppern ist jetzt für die Sportler ein langgehegter Wunsch wahr geworden: Sie konnten ihre neue Anlage, die speziell für sehbehinderte Fußballer konzipiert ist, einweihen. Ermöglicht wurde das Projekt durch den Hauptsponsor, dem Lions-Club Friedrichsdorf-Limes.

Marcel Heim ist glücklich: „Für uns ist dieses neue Kleinspielfeld ein Riesengewinn. Unser Training wird dadurch in allen Bereichen effektiver“, sagt der Trainer der Blindenfußballmannschaft im Team United, der inklusiven Trainingsgruppe des Vereins Teutonia Köppern. Die Spieler und Trainer sowie der Vorsitzende der Teutonia, Gerhard Huff, haben jetzt gemeinsam mit Vertretern des Lions Club Friedrichsdorf-Limes das kleine Spielfeld, das mit einer gepolsterten Bande umrandet ist, eingeweiht.

Die Bande dient den blinden und sehbehinderten Spielern nicht nur als Orientierung. Sie ist beim Blindenfußball ein wichtiges Spielelement. „Die Bande ist aus einem speziellen Material, an dem der Ball zurück ins Spielfeld abprallt“, schildert Heim. „Zusammen mit der viel geringere Größe des Feldes können wir ab sofort Zweikämpfe viel besser trainieren, da der Ball schneller wieder im Spielfeld ankommt“, führt Marcel Heim aus, der früher deutscher Nationalspieler im Blindenfußball gewesen ist.

Knapp vier Wochen hat der Bau des neuen Platzes, der mit seinen rund 350 Quadratmetern gut 20 Mal in einen normal großes Fußballfeld passen würde, gedauert. „Die Erdarbeiten haben den Großteil der Baumaßnahme ausgemacht“, schildert Teamleiter Bruno Pasqualotto. Das Kleinfeld ist ein Kunstrasenplatz. „Das Material ist super. Der Kunstrasen fühlt sich sehr weich an, fast wie ein Teppich“, so Pasqualotto. Gemeinsam mit Teammanager Thorsten Picha ist er sicher: Der neue Blindenfußball-Kunstrasenplatz, der direkt neben dem Fußball-Rasenplatz auf dem Teutonia-Gelände liegt, hat Signalwirkung. „Wir erhoffen uns mehr Zulauf, um unsere Blindenfußballmannschaft weiter zu entwickeln“, betont Pasqualotto.

Schon jetzt kommen die Spieler aus der Region. „Wir decken Südhessen ab. Denn der nächste Verein, der Blindenfußball anbietet, ist in Marburg“, weiß Picha. Bis zu 15 junge Leute sind an einem Trainingstag dabei. Sie sind Teil der inklusiven Trainingsgruppe „Team United“, in der behinderte und nicht behinderte Sportler zusammen Fußball spielen.

Rund 55 000 Euro hat der Bau des Kleinspielfelds gekostet. Diese Summe hat der Verein dank der Unterstützung des Lions-Clubs Friedrichsdorf-Limes aufbringen können. „Das Kleinspielfeld für das Team United war unser großes Projekt, das wir uns zum 40-jährigen Bestehen unsers Clubs ausgesucht haben“, erläutert Jens Bender, unter dessen Lions-Präsidentschaft 2016/17 das Projekt angestoßen wurde.

„Das Projekt hat uns von Anfang an begeistert. Und was außerdem passt: Wir feiern unser 40-jähriges, das Team United feiert sein fünfjähriges Bestehen“, erzählt Roland Kölsch, Vorsitzender des Lions-Fördervereins, und ergänzt: „Zudem passt das Projekt in unserer Philosophie, dass wir nur Friedrichsdorfer Projekte unterstützen.“ Unter dem Motto „Wir suchen Traumverwirklicher“ haben die Lions i für ihr Spendenprojekt geworben. „Die Namen der Sponsoren werden, wenn diese das möchten, auf die Bande gedruckt“, erklärt Bender.

Der gute Draht zwischen Team United und den Lions soll weiter bestehen bleiben. „Wir könnten uns gut vorstellen, jährlich einen Lions-Cup als Turnier für die Inklusion ins Leben zu rufen“, verrät Kölsch.

Der neue Minifußballplatz wird nicht nur von der Blindenfußballmannschaft genutzt, die sich am ersten Samstag im Monat zum Training trifft. „Das Kleinsportfeld ist auch für unsere Kinder- und Jugendlichen zum Training ideal. Ebenso wird der Platz von unserem Team United genutzt werden“, ist sich Gerhard Huff, Vorsitzenden der Teutonia, sicher.

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