Bauarbeiten

Teich in der Ökosiedlung wird Tiefgarage weichen

Wo jetzt nur eine Baugrube voller Wasser zu sehen ist, werden im Sommer die ersten Wohnhäuser gebaut. Nächster Schritt beim Ökosiedlungsbau ist jedoch die Tiefgarage.

Das Regenwetter ist Schuld: An der Stelle, an der die Tiefgarage für die künftige Öko-Siedlung entstehen soll, ist ein Teich entstanden. Denn die Baugrube auf dem Areal Plantation/Petterweiler Holzweg ist mit Wasser vollgelaufen. Trotzdem wird dort bald weiter gearbeitet. „Für die Tiefgarage muss weiter ausgebaggert werden“, berichtet Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne). Anschließend werde – bei hoffentlich trockenerem Wetter – die Garage gebaut.

Die ersten Wohnhäuser sollen im Sommer oder Herbst auf die Tiefgarage gesetzt werden. Außerdem müsse noch ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Insgesamt sollen auf dem sieben Hektar großen Gelände 150 Ein- und Mehrfamilienhäuser mit 350 Wohneinheiten entstehen, darunter 54 Seniorenwohnungen, von denen 25 öffentlich gefördert sein werden. Die Bauten mit energieeffizienten Standards sollen zusammengenommen 38 000 Quadratmeter Wohnfläche haben. Das bedeutet Wohnraum für rund 700 Menschen. Hinzu kommen ein Kindergarten (87 Plätze), ein Nachbarschaftstreff (etwa 120 Quadratmeter) und zwei Gewerbeflächen zu je 115 Quadratmetern. Dort könnten ein Café und eine Bäckerei betrieben werden. Die markantesten Gebäude werden ein hölzerner siebenstöckiger Wohnturm und die Energiezentrale mit dem Eisspeicher sein. Mit Hilfe des Eisspeichers wird Wärme für Wasser und Heizung gewonnen: Im Winter wird dem Wasser im Speicher (Volumen 1200 Kubikmeter, Durchmesser 17 Meter, Höhe 7 Meter) die Energie entzogen. Durch Abkühlung friert der Speicher langsam zu. Und im Sommer taut das Eis langsam auf. Die Wärme dafür kommt von Solarabsorbern. Falls die Eisspeicher-Wärme nicht reicht, gibt es zudem ein Blockheizkraftwerk, einen Gasbrennwertkessel und Photovoltaik- sowie Solarthermie-Systeme. 2021 sollen alle Häuser fertig sein.

Vor der Ausschreibung hatte eine Arbeitsgruppe unter breiter Bürgerbeteiligung Ideen für die neue Siedlung entwickelt. Insgesamt 35 Personen, darunter Vertreter von Stadt und Vereinen, gehörten dazu.

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