Klaudius Hummel.
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Klaudius Hummel.

Kultur war Herzensangelegenheit

Trauer in Friedrichsdorf um Klaudius Hummel

  • Christiane Paiement-Gensrich
    VonChristiane Paiement-Gensrich
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Langjähriger Vorsitzender der musisch-bildnerischen Werkstatt gestorben

Friedrichsdorf -Alte Stummfilme und Kulturreisen lagen ihm besonders am Herzen. Von 2004 bis 2018 war Klaudius Hummel Vorsitzender des Kulturvereins musisch-bildnerische Werkstatt (MBW) und wurde danach zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Am 25. Dezember ist er im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

Im Jahr 2017 erhielt der frühere Kaufmann für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement die Ehrenmedaille der Stadt Friedrichsdorf. Bürgermeister Lars Keitel (Grüne) würdigte ihn mit den Worten: "Herr Hummel hat sich sehr für die kulturelle Bildung eingesetzt. Sein Wirken hat Friedrichsdorf sehr bereichert und dafür bin ich dankbar." Die MBW sei eine alt eingesessene und sehr gut geführte Institution. Unter anderem bietet der Verein Mal-Kurse, Lesungen, Konzerte, Führungen, Tagesfahrten und kunsthistorische Reisen an.

Hummels Nachfolger auf dem MBW-Vorsitz Heinz Küttner sagte: "Klaudius Hummel hat die MBW in wirtschaftlich schwieriger Zeit auf eine gesunde und tragfähige Basis gestellt, wobei ihm seine Erfahrung als Unternehmer zugute kam." In seiner aktiven Zeit habe er immer ein offenes Ohr für die Künstler gehabt. "Er schuf in der MBW ein Podium für deren künstlerisches Schaffen."

Für die Aufführung alter Stummfilme sei ihm keine Mühe zu umständlich gewesen, wenn es darum ging, die notwendigen Rechte zu bekommen, so Küttner weiter. "Zudem galt Orgeln und Orgelmusik seine besondere Aufmerksamkeit. Auf vielen Reisen organisierte er nicht nur die Besichtigung, sondern auch die Vorführung von Orgeln." Und dank seiner umfangreichen Sammlung von Reiseführern habe Hummel für die MbW immer wieder interessante Ziele gemeinsam mit den jeweiligen Reiseleitern auswählen und vielen Teilnehmern unvergessliche Stunden bescheren können.

Etwas für die Gemeinschaft zu tun sei für ihn selbstverständlich, sagte er einmal im Gespräch mit dieser Zeitung. Sein Großvater habe ihm das vorgelebt. Und von seinem Vater hatte er die Leidenschaft für alte Stummfilme."Mein Vater hat mich nach dem Krieg mit ins Kino genommen. Das hat mich fasziniert", hatte er damals erzählt.

Die Trauerfeier beginnt am Montag,. 10. Januar, um 14 Uhr auf dem Seulberger Friedhof. cg

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