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"Wir haben uns die Schule zur Heimat gemacht"

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Von: Katja Schuricht

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Wenn die größte Schule des Kreises an einen neuen Standort umzieht, ist das eine Mammutaufgabe. An der Färberstraße wurde ein hochmoderner Campus erbaut. Archivfoto: Storch
Wenn die größte Schule des Kreises an einen neuen Standort umzieht, ist das eine Mammutaufgabe. An der Färberstraße wurde ein hochmoderner Campus erbaut. Archivfoto: Storch © Pressefotografie Storch, Bad Hg.

2012 zog die PRS in ihr neues Domizil in der Friedrichsdorfer Färberstraße. Das soll mit einer Projektwoche und einem Festakt groß gefeiert werden. Im Mittelpunkt steht das Thema Nachhaltigkeit.

Friedrichsdorf -Zehn Jahre wird an dem neuen Standort der Philipp-Reis-Schule (PRS) gelernt, gelehrt und gelebt. Ein Grund für die TZ, in einer kleinen Serie hinter die Schultore zu blicken. Im ersten Teil stellen wir die geplanten Feierlichkeiten vor.

Denn dass sich seit zehn Jahren der Schulalltag nicht mehr am Hohen Weg, sondern am neuen Standort in der Färberstraße abspielt, feiert die Schulgemeinde mit gleich zwei besonderen Aktionen: Einer Projektwoche für die Schüler und einem Schulfest, in das die Projektwoche am 20. Juli mündet. "Uns war wichtig, das Thema der Projektwoche in Verbindung mit unserem Standort zu bringen. So sind wir auf die Idee des Mottos 'Nachhaltigkeit' gekommen", sagt Schulleiterin Ellen Kaps. "Dieses Thema wollen wir während unserer Projektwoche und unseres Fests in verschiedenen Facetten beleuchten."

Kollegium schwärmt von Fachräumen

Für Kaps heißt eine Dekade PRS am Standort Färberstraße auch zurückzublicken, wie sich der Schulalltag an der PRS in den vergangenen Jahren entwickelt und wie dieser durch den Neubau profitiert hat. "Wir haben seitdem den wichtigen Bereich der Schulsozialarbeit in unsere Schule fest installieren können und außerdem den Ganztagsbereich erweitert", sagt Kaps. Auch nach zehn Jahren schwärmen die Kollegen von der Ausstattung der Fachräume, beispielsweise im Bereich der Naturwissenschaften, weiß Kaps zu berichten. Mitgestalten sei von Anfang an die Devise gewesen. "Schüler haben ein Wegeleitsystem entwickelt", so Kaps. Und für alle, denen es anfangs im Inneren "zu viel Beton" gewesen sei, kam im Laufe der Zeit nicht nur ein Hauch Grün dazu. In den Fluren und in den Klassenräumen und auch in der Aula stehen immer mehr Pflanzen. Auch der Fachbereich Kunst hat für Verschönerungen und damit für Wohlfühlfaktoren gesorgt. Für Schulleiterin Kaps steht fest: "Wir haben uns die Schule zur Heimat gemacht."

Zurückschauen und die Zukunft planen

Worauf in den kommenden Jahren der Fokus liegt, woran angeknüpft und wo vielleicht neue Wege eingeschlagen werden, auch das falle unter Nachhaltigkeit und soll im Rahmen der Projektwoche und dem Schulfest Thema sein. Zu intensiven Planungen und Vorbereitung der Projektwoche und des Schulfests hat sich bereits im vergangenen Oktober mit Miriam Ristau, Susanne Großmann, Martin Herrmann, Tamara Loos, Patricia Heilmann und Lara Piller eine Gruppe Lehrer zusammengetan, die mit Unterstützung von interessierten Schülern im Festkomitee gemeinsam mit der Schulfest-AG Ideen sammeln und sich um die Umsetzung kümmern. Das Organisationsteam ist bunt aufgestellt. "Wir Lehrer unterrichten die verschiedensten Fächer, von Biologie über Erdkunde und Englisch bis hin zu Spanisch, Politik- und Wirtschaft oder Ethik", sagt sie. "Und genauso bunt ist auch der Kanon aus knapp 30 Kindern, die in der Schulfest-AG dabei sind. Sie kommen aus allen drei Schulzweigen und aus den Jahrgangsstufen sieben bis elf", informiert sie. "Es können jederzeit Schüler im Laufe der Zeit hinzukommen, die beispielsweise beim Auf- und Abbau helfen möchten. Die Planung unseres Schulfests ist ein dynamisches Projekt", betont sie.

"Wir sammeln gemeinsam Ideen, überprüfen sie auf Nachhaltigkeit und setzen sie mit den Schülern um", informiert Herrmann. "Wir beschäftigen uns in erster Linie mit der Frage 'wie nachhaltig ist die PRS'. Außerdem wollen wir ein Rezeptbuch herstellen und Brot backen." Auch das Imkern und die Bienenkunde werden ein Thema sein, aber auch sportliche Aktivitäten wie Radtouren entwickeln und ausarbeiten oder Kreatives, wie ein Up-Cycling-Projekt, bei dem aus Stoffresten oder Kaffee-Kapseln Neues entsteht.

"Unser Gedanke ist, dass alles, was die Schüler in der Projektwoche herstellen, beim Schulfest im neuen grünen PRS-Store anbieten und für einen guten Zweck verkaufen", berichtet Miriam Ristau. "Vielleicht wird der PRS-Store eine dauerhafte Initiative". Auch beim Schulfest soll daran gedacht werden, beim Getränke- und Essensverkauf ressourcensparend zu handeln.

Bei allem, ergänzt Lara Piller, leitet die Schulgemeinde der Gedanke, dass man das Gebäude in der Färberstraße so lange wie möglich erhalten muss. "In der alten Schule war alles marode, also das genaue Gegenteil von Langlebigkeit. Deshalb beschäftige sich unsere Projektwoche, aber auch einige unserer Arbeitsgemeinschaften wie die AG Grüner Daumen, die Garten-AG oder die Holz-Werkstatt intensiv mit Nachhaltigkeit. Auch Müllvermeidung ist schon lange ein Thema, mit dem wir uns als Schule auseinandersetzen."

Neben den vielen Aktionen wird das Schulfest übrigens auch mit einer Ausstellung aufwarten, in der die vergangenen zehn Jahre Schulgeschichte beleuchtet werden.

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