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Zum Schwimmabzeichen gibt's in Friedrichsdorf ein Gummi-Entchen

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Von: Katja Schuricht

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Vanessa Wilzek, Maximilian Faber und Jochen Enders (v. li.) lassen schon mal einige der neuen Freibad-Enten für den Aktionstag am Sonntag zu Wasser.
Vanessa Wilzek, Maximilian Faber und Jochen Enders (v. li.) lassen schon mal einige der neuen Freibad-Enten für den Aktionstag am Sonntag zu Wasser. © ksp

Kinder und Jugendliche dürfen am Sonntag im Freibad ihr Können unter Beweis stellen

Friedrichsdorf -Maximilian Faber könnte nicht zufriedener sein: Der Start in die Freibadsaison 2022 am vergangenen Sonntag war wie aus dem Bilderbuch. "Das Wetter mit den warmen Temperaturen war top und unsere Wiese mit den Bäumen mit dem satten Grün richtig schön anzusehen", erzählt der Schwimmmeister des Friedrichsdorfer Freibads. Über 1000 Freibadfans strömten zum Badevergnügen und eröffneten die schöne Jahreszeit. "Für den ersten Tag ist das eine sehr gute Zahl. So stark war es auch vor der Pandemie", freut sich Faber.

Auch die baulichen Maßnahmen wie die Erneuerungen bei der Wasseraufbereitungstechnik sind rechtzeitig fertig geworden. "Wir haben unsere Umwälzpumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe ausgetauscht. Damit sparen wir in den kommenden 20 Jahren 550 Tonnen CO 2", erklärt er. "Damit sind wir energetisch auf dem neusten Stand." Für Menschen mit Beeinträchtigung gab es ebenfalls Verbesserungen: Spinde und Umkleiden wurden modernisiert. Und der neue Eingangsbereich ist barrierefrei. Was das neue Kassensystem betrifft: "Alles läuft, die anfänglichen kleinen Software-Fehler sind behoben. Das Zahlen mit der EC-Karte klappt jetzt ebenfalls." Da habe es etwas gehakt. "Der Grund war, dass wir bei der Lösung des Problems auf eine Fachfirma angewiesen waren." Das neue Punktesystem, so sein erster Eindruck, komme bei den Badbesuchern gut an. "Es bietet mehr Flexibilität. Einerseits durch die Übertragbarkeit und andererseits damit, dass die Punkte auch mit in die nächste Saison genommen werden können." Ein weiterer Vorteil: Die Erhebung persönlicher Daten falle weg, ebenso wie das Ausstellen der Dauerkarten. "Das war für den Gast wie auch für die Mitarbeiter an der Kasse mit größerem Zeitaufwand verbunden", erinnert er.

Autobahnsystem mit Kreisverkehr

Was das Aufteilen der Wasserfläche im Schwimmerbecken betrifft, da habe man in einer Hälfte das Schwimm-Autobahnsystem mit Kreisverkehr beibehalten. "Daran haben sich die Gäste gewöhnt, und das funktioniert auch gut", so Faber. "Das nehmen wir gerne aus der Corona-Zeit mit." Seine Stellvertreterin Vanessa Wilzek fügt hinzu: "Auch dass wir den Montag als Vereinstag und Tag für die Schulen reservieren, ist eine gute Lösung. So müssen wir im regulären Badebetrieb keine extra Bahnen abtrennen."

Ein weiterer Besuchermagnet wird der kommende Sonntag sein. Das hoffen Faber, Wilzek, und das Team der DLRG um deren Vorsitzender Jochen Enders. "Wir beteiligen uns am landesweiten Schwimmabzeichen-Tag, den die wassersporttreibenden Verbände in Hessen im Programm ,Schwimmen lernen' 2021 ins Leben gerufen haben", erklärt Faber. Das bedeutet: Zwischen 10 und 16 Uhr kann am Sonntag jeder, der möchte, im Freibad vorbeikommen und sein Schwimmabzeichen ablegen - egal, ob Seepferdchen, Freischwimmer oder die darauffolgenden Schwimmabzeichen (Silber und Gold): "Schwimmen ist fürs (Über-)Leben - wichtig!" lautet das Motto des Aktionstages.

"Der Gedanke dahinter ist, dass in den vergangenen zwei Jahren die Abnahme der Schwimmabzeichen nur eingeschränkt stattfinden konnte", berichtet DLRG-Vorsitzender Jochen Enders. Für die DLRG und das Freibad-Team sei es selbstverständlich, sich an diesem Tag zu beteiligen. "Wir wollen gemeinsam etwas für die Kinder und Jugendlichen tun", betont Enders.

"Wir sind froh, das wir dieses Projekt mit der DLRG durchführen und uns die DLRG die Prüfer zur Seite stellt. Denn wir alleine hätten das mit unserer knapp gestrickten Personaldecke nicht stemmen können", ergänzt Faber. Um möglichst vielen Interessierten die Möglichkeit zu geben, ihr Abzeichen zu absolvieren, wird eine Art Parcours aufgebaut, den die Kinder und Jugendlichen durchlaufen können. "Und jeden, der sein Abzeichen geschafft hat, gibt es als kleine Belohnung ein Quietscheentchen mit unserem Stadtwappen", verrät die Wilzek, die insgesamt 500 der gelben Gesellen besorgt hat.

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