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Es fehlen nur noch die Möbel, dann kann das Falkensteiner Betreuungszentrum bezogen werden.

Grundschule

Arbeiten an neuen Räumen für die Grundschulen liegen im Plan

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Die Schaffung von zwei neuen Betreuungseinrichtungen für Grundschüler in Falkenstein und Schneidhain kommt gut voran. Im Februar und März sollen die Räume fertig sein und die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen befriedigen.

Der kleine, rechteckige Pavillon, der da zwischen Falkensteiner Grundschule und Waldkindergarten entstanden ist, wirkt von außen so, als könnte man sich drinnen durchaus wohlfühlen. Auch ohne viel architektonisches Chichi.

Helle Holzoptik, ein paar neongrüne Farbtupfer, dazu bodentiefe Fenster, die ausreichend Licht reinlassen – das war’s und das sollte auch reichen. Zweckmäßig sollte es werden und möglichst schnell sollte es gehen – das waren die Vorgaben, unter denen im Sommer vergangenen Jahres der Neubau auf den Weg gebracht wurde. Und beides wurde aus Sicht von Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) absolut eingehalten.

„Die eigentlichen Bauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Zwar fehlen noch die Möbel, aber die folgen auch bald“, unterstreicht der Königsteiner Rathauschef beim kurzen Rundgang durch den Pavillon. Voraussichtlich im Februar könne dann die Einweihung gefeiert und der Bau seiner Bestimmung übergeben werden.

Entlastung für Schule

28 Schulkinder können künftig gleich neben den Grundschule betreut werden. Der Neubau ist so konzipiert, dass der große Hauptraum mittels einer Faltwand in zwei kleinere Einheiten unterteilt werden kann. Dazu noch ein Büro, getrennte Sanitäranlagen für die Kinder und die Mitarbeiter – und fertig ist das neue Betreuungszentrum.

Gedacht ist es als Ergänzung zu den Betreuungsmöglichkeiten, die bereits in der Schule genutzt werden, aber die steigende Nachfrage an Betreuungsangeboten schon längere Zeit nicht mehr abdecken konnten. Bereits im Frühjahr 2013 hatte eine Elterninitiative öffentlich Kritik daran geübt, dass beim umfangreichen Umbau der Grundschule das Thema „Betreuung“ vernachlässigt worden sei (wir berichteten).

Mit Bezug des neuen Zentrums, dessen Bau – Stand September 2018 – mit 440 000 Euro taxiert ist, sollen die derzeit rund 60 Kinder, die das Betreuungsangebot wahrnehmen, mehr Platz finden und die Schule zugleich einen Unterrichtsraum zurückerhalten.

Stadt als Bauherr

Im Unterschied zur Einrichtung von Betreuungsgruppen in den vergangenen Jahren, bei denen der Kreis den Hut bei Bau und Betrieb aufhatte und die Stadt sogenannte „Investitionskostenzuschüsse“ im mittleren sechsstelligen Bereich beisteuerte, tritt die Stadt in Falkenstein als Bauherr auf, bleibt beim Kreis der Betrieb. Eine bewusste Entscheidung, so Helm, die für Königstein auf Sicht von Vorteil sein sollte. Vor allem dann, wenn die Ganztagsschule komme und die Stadt das dann frei werdende Betreuungszentrum für andere Zwecke – zum Beispiel für Falkensteiner Vereine – nutzen könne.

Ähnlich gut wie in Falkenstein, betont Bürgermeister Helm, liege man auch beim Ausbau der Betreuungskapazitäten in Schneidhain im Plan. Auch hier baut und zahlt die Stadt. Veranschlagt sind rund 250 000 Euro.

Zwar laufen die erforderlichen Arbeiten im Untergeschoss der Heinrich-Dorn-Halle noch auf Hochtouren, wird verputzt, gemacht und getan. Der Estrich soll hier Ende Januar gegossen werden. Der Königsteiner Rathauschef ist dennoch zuversichtlich, dass die benachbarte Grundschule, den zusätzlichen Betreuungsraum von März an nutzen kann. Denn auch in Schneidhain steigt die Nachfrage stark – nicht zuletzt ob der Familien, die in den Neubauten auf dem ehemaligen Sportplatz zu Hause sind.

Akten statt Kegel

Neben einem Gruppenraum für bis zu 25 Kinder und kindgerechten Sanitäranlagen werden im Souterrain noch weitere Räume nutzbar gemacht. Dazu zähle ein Raum, den der heimische Brauchtumsverein nutzen könne, so der Rathauschef, sowie der 49 Quadratmeter große Flurbereich, der ebenfalls hergerichtet werde. Zudem werde die ehemalige Kegelbahn einer neuen Nutzung zugeführt. In dem langen, schmalen und niedrigen „Schlauch“ sollen sich künftig Akten stapeln, wird eine Dependance des Stadtarchivs eingerichtet. Hier sollen unter anderem die Unterlagen untergebracht werden, die derzeit noch unter dem Dach des Schneidhainer Gerätehauses lagern. Die müssen spätestens dann raus, wenn der Neubau der Schneidhainer Feuerwehr an der Wiesbadener Straße steht und das alte Zuhause der Brandbekämpfer weichen muss. Wann das sein wird?

Rathauschef Helm geht davon aus, dass mit dem Bau des Gerätehauses auf dem Geländezwickel zwischen Bahngleisen und Spedition Donath noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Die Planungen seien in der Endabstimmung. Als Bauherr werde die städtische Grundstücks- und Verwaltungs- GmbH agieren. Das habe sich bei anderen Projekten bewährt. Die Stadt werde sich dann einmieten.

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