1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Fuchs-Welpen totgebissen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Neu-Anspach (red). Einen traurigen Fund hat Barbara Hanson auf ihrer Runde durch Wald und Feld zwischen Hausen-Arnsbach und Rod am Berg gemacht. Auf der Wiese neben dem Weg lagen zwei tote Fuchs-Welpen.

Die Hausenerin läuft diese Runde oft, und deshalb weiß sie auch von dem Fuchsbau im Bereich eines kleinen Wäldchens nahe dem Eisenbach. Doch diesmal blieb sie entsetzt stehen und traute ihren Augen kaum: Beide Welpen zeigten noch blutige Wunden im Hals- und Kopfbereich, offensichtlich waren sie auf die gleiche grausame Weise getötet worden.

»Ich war gegen 16 Uhr dort unterwegs, und die Wunden und das Blut sahen noch frisch aus, sodass das zwischen 14.30 und 16 Uhr passiert sein muss«, berichtet Hanson. Und was passiert ist, deutet sie so: »Die beiden wurden von einem Hund totgebissen. Offensichtlich hat er die jungen Füchse aus ihrem Bau gejagt, denn die lassen sich normalerweise nicht mitten am Tag sehen.« Für ihre These spricht auch das noch wollige graue Fell der Tiere, das erst nach vier bis sechs Wochen rot wird und mit dem sie dann den Bau verlassen. Die beiden jungen Rotfüchse, schätzt die Finderin, waren höchstens drei Wochen alt.

Sie schließt deshalb weiter, dass der Hund nicht angeleint war. Damit hat der Hundehalter die Möglichkeit des Wilderns in Kauf genommen, und, da es sich um zwei Welpen handelt, ist er vermutlich auch nicht eingeschritten oder konnte es nicht.

Wenn es sich tatsächlich so zugetragen hat, dann wirft dies ein schlechtes Licht auf die Hundehalter im Allgemeinen, möchte man hinzufügen, denn gerade in der Brut- und Setzzeit haben diese eine besondere Aufsichtspflicht über ihre Vierbeiner.

Bodenbrüter und Jungtiere sind gefährdet. In der Setzzeit gilt auch eine generelle Schonzeit für jagdbare Tiere, der Jungtiere sowie deren Elterntiere. In Wald und auf dem Feld müssen Hunde nicht zwangsläufig an der Leine geführt werden, sie müssen aber unter stetiger Aufsicht stehen und jederzeit vom Halter abrufbar sein.

Sollten die Vierbeiner den Einwirkungsbereich ihres Halters verlassen und auf die Jagd nach Wild gehen, ist es dem Jäger unter Bedingungen sogar erlaubt, den Hund abzuschießen, so steht es im Hessischen Jagdgesetz.

Hunde sollten angeleint werden

Ob es sich im Falle der Rod am Berger Fuchs-Welpen um einen wildernden Hund gehandelt hat, ist allerdings nicht bewiesen. »Wir empfehlen den Hundehaltern, während der Brut- und Setzzeit Hunde anzuleinen«, sagt der Neu-Anspacher Ordnungsamtsleiter Hans-Jörg Bleher auf Anfrage dieser Zeitung und bestätigt, dass es keinen pauschalen Leinenzwang in Hessen und auch nicht in der Kleeblattstadt gibt.

Auch interessant

Kommentare