1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Für einen guten Start in Deutschland

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_htk_sprachkurse_p_4c
In einem Sprachcafé-Kurs lernen die geflüchteten Frauen in lockerer Atmosphäre Deutsch für den Alltag. Stehend hinten die Usinger Standortleiterin von StartHilfe, Kerstin Riedel, und Dozentin Karina Dyk (rechts). © Birgit Schweitzer

Hochtaunuskreis. Die StartHilfe Usingen bietet bereits seit 2015 für Migrantinnen Deutschkurse aus dem Landesprogramm »MitSprache - Deutsch4U« an und hat nun eine Förderung für weitere Sprachcafé-Kurse speziell für geflüchtete Frauen aus der Ukraine beantragt. Interessierte können sich bereits jetzt anmelden.

»Dies ist ein bedarfsorientiertes Sprachlernangebot in einem geschützten Rahmen«, erklärt Standortleiterin Kerstin Riedel. »Die Teilnehmerinnen lernen Deutsch für die Themen des alltäglichen Lebens wie Gesundheit, Einkaufen, Bildungssystem oder Arbeitsmarkt und erhalten somit Hilfe bei der Eingliederung.« Riedel hat zum Beispiel Geflüchtete auch bei der Einschulung ihrer Kinder unterstützt. »Es ist ein Anker für die Frauen und wir können schnell auf einen individuellen Bedarf reagieren.« Geplant sind ebenfalls Unternehmungen wie ein Ausflug zum Hessenpark oder ein Stadtrundgang durch Usingen.

Erwerb von Zertifikaten

Über die Sprachcafé-Kurse hinaus bietet die StartHilfe Hochtaunus Deutschkurse an, die auf die Sprachzertifikat-Prüfungen A1 (Anfänger) bis B2 (Fortgeschrittene) vorbereiten. Diese laufen bereits seit Anfang des Jahres täglich vor- und nachmittags und sind aktuell belegt. Die StartHilfe Hochtaunus reagiert mit den zusätzlichen Kursangeboten auf einen erhöhten Bedarf. »Menschen, die Geflüchtete aus der Ukraine privat untergebracht haben, haben sich an uns gewendet. Daher haben wir uns entschieden, noch weitere Kurse zu beantragen«, sagt Kerstin Riedel.

Eine der Dozentinnen, die Sprachcafé-Kurse betreut, ist Karina Dyk. In ihrem laufenden Mittwochskurs sind bereits viele Ukrainerinnen. »Sie sind sehr wissbegierig und fleißig«, lobt sie die Teilnehmerinnen. »Sie wollen als Erstes Deutsch lernen, damit sie hier einen guten Start haben. Das bringt richtig Spaß«, meint die Hoteldirektorin in Rente. Als Unterrichtsmaterial steht das Heft »Deutsch lernen für Ukrainer« zur Verfügung. Zuerst lernen die Frauen, sich vorzustellen und zu erzählen, woher sie kommen. Später wird auch das deutsche Alphabet durchgenommen, denn Ukrainisch wird im Gegensatz zu Deutsch mit kyrillischen Buchstaben geschrieben.

»Für die startenden Kurse haben wir neue Dozentinnen eingestellt«, erzählt Kerstin Riedel. »Eine ist eine ukrainische Lehrerin für Deutsch und Englisch, die selbst im März aus Kiew geflüchtet ist«.

Kurse an drei Standorten

In Usingen soll ein Sprachcafé-Kurs für Ukrainerinnen zweimal die Woche von 9 bis 12 Uhr im Haus Pikatron (Raiffeisenstraße 10) und in Wehrheim ein weiterer Kurs zweimal die Woche im Mehrgenerationenhaus (Am Heselsweg 16) stattfinden. Gleichzeitig sollen noch zwei zusätzliche Kurse in Bad Homburg im Jugendkulturtreff e-werk starten. Die Kurse werden finanziert vom Land Hessen und koordiniert durch die Leitstelle für Integration des Hochtaunuskreises.

Angemeldet werden kann sich über die E-Mail-Adressen sprachcafe.usingen@starthilfe-hochtaunus.de und sprachcafe.badhomburg@starthilfe-hochtaunus.de. Pro Kurs können bis zu 15 Frauen teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nach Bedarf wird während der Kurse außerdem eine Betreuung für Kinder angeboten.

Auch interessant

Kommentare