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Für Fußgänger brandgefährlich

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Wilfried Lang kritisiert: Wer von der Taunusstraße oder der Saalburgstraße in die Langgasse einbiegt, sieht wegen der Büsche den Zebrastreifen erst sehr spät. FOTOs: kreutz © Evelyn Kreutz

Probleme nach Neuausrichtung der Ampelanlagen an der Taunusstraße

Neu-Anspach -Wilfried Lang ist in Neu-Anspach viel zu Fuß unterwegs. Als Fußgänger fühlt sich der 74-Jährige aber nicht überall sicher. Er macht gegenüber der Presse auf zwei Situationen aufmerksam, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden und mit der Ampelanlage im Bereich Saalburgstraße/Taunusstraße zu tun haben.

Als die Lichtzeichenanlage nach den jüngsten Bauarbeiten neu eingestellt wurde, ist aus Sicht von Lang die Langgasse vergessen worden. Am Eingang der Langgasse befindet sich ein Zebrastreifen, auf den abbiegende Autofahrer früher mit einem Blinklicht aufmerksam gemacht wurden.

Schon oft zurückgesprungen

Dieses Blinklicht sei jetzt nicht mehr vorhanden. "Wir laufen dort bestimmt einmal am Tag über die Straße. Da heißt es aufpassen. Wenn die Autos grünes Licht in der Taunusstraße bekommen, fahren sie mit voller Geschwindigkeit um die Ecke", schildert Lang die derzeitige Situation. Auch von oben von der Weilstraße kämen die Autos schnell und ignorierten häufig den dortigen Zebrastreifen.

"Wir mussten schon oft zurückspringen", erzählt der Anspacher. Er stellt fest, dass Autofahrer, die aus der Taunusstraße kommen, den Zebrastreifen erst sehr spät sehen können. "Vor dem ehemaligen Anwesen von Erich Keller stehen riesige Büsche, die jede Sicht versperren." Wenn das Grünzeug zurückgeschnitten würde, könnte das nach Meinung von Lang die Situation für die Fußgänger deutlich verbessern.

Er kritisiert aber auch die Ampelschaltung an sich und stellt fest: "Wenn die Ampeln auf der Saalburgstraße auf grün schalten, ist die Fußgängerampel auf der Taunusstraße auch grün, und es blinkt ein gelbes Licht." Rechtsabbieger aus Richtung Bad Homburg fahren laut Lang langsam und sehen die Fußgänger am Übergang der Taunusstraße direkt vor sich.

Ordnungsamt bekam nichts mit

Die Fußgänger am Übergang Taunusstraße haben nach Beobachtung von Lang aber auch noch grün, wenn die neu eingerichtete Ampel in der Weilstraße auf grün schaltet. "Wenn kein Gegenverkehr ist, fahren die Autos aus der Weilstraße mit Schmackes Richtung Taunusstraße und bemerken trotz Blinklicht die Fußgänger entweder gar nicht oder in letzter Sekunde", schildert Lang, der dort selbst schon gefährliche Situationen erlebt hat. Sein Vorschlag: "Wenn 30 Sekunden lang alle Auto-Ampeln auf rot stehen, passiert nichts mehr."

In einem Leserbrief hatte Lang diese Thematik aufgegriffen. Aber es habe bisher darauf keine Reaktion gegeben. Ans Ordnungsamt hat er sich bisher aber nicht direkt gewandt. Dort ist auf Anfrage der Presse das Problem auch gar nicht bekannt, und es liegen dazu keine Beschwerden oder Hinweise aus der Bevölkerung vor. Denn nur dann könnten konkrete Sachverhalte geprüft und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet werden.

Was die von Lang angesprochene Sichtbehinderung angeht, kann das Ordnungsamt selbst die Einschätzung vornehmen und bei Bedarf den Heckenschnitt anordnen. Für die Ampelschaltung ist jedoch die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil zuständig. Nach Auskunft aus dem Ordnungsamt ist die Ampelschaltung erst nach den Bauarbeiten neu justiert und optimiert worden - und zwar nach Vorgaben für Kreuzungen mit Abbiegerverkehr.

Wenn es an der Ampelschaltung begründete Kritik gebe, sei auf jeden Fall auch hier der richtige Weg, sich zunächst ans städtische Ordnungsamt zu wenden. Das könne sich mit dem Anliegen beschäftigen und wenn nötig Kontakt zu Hessen Mobil aufnehmen.

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Wer wie Wilfried Lang unversehrt die Taunusstraße überqueren will, muss schnell auf den Füßen sein. © Evelyn Kreutz

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