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Für mehr Sicherheit

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Die Vorführungen des MSC Winkelmesser aus dem Fahrsicherheitstraining für motorisierte Zweiradfahrer stoßen auf großes Interesse. FOTO: KREUTZ © Red

Schmitten. Bei herrlichem Ausflugswetter war am Sonntag wieder einmal richtig viel los auf dem großen Feldberg. Vor allem Motorradfahrer, für die bestimmte Strecken im Feldberggebiet an jedem zweiten Wochenende gesperrt sind, hatten freie Fahrt. Rund 1000 von ihnen dürften den »Biker-Tag« auf dem Gipfel besucht haben, den das »Aktionsbündnis Hochtaunus für alle« aus zehn Motorradfahrer-Organisationen aus dem Rhein-Main-Gebiet organisiert hatte.

Ziel dieses Aktionstages war nicht, gegen die Streckensperrung für motorisierte Zweiradfahrer zu demonstrieren. Vielmehr ging es darum, die Organisationen und ihre Arbeit vorzustellen und mit Nicht-Motorradfahrern ins Gespräch zu kommen und Vorurteile abzubauen. Die Neugierde von Fahrradfahrern und Wanderern hielt sich zwar in Grenzen, dennoch zeigten sich die Veranstalter zufrieden. Rainald Mohr vom Bundesverband der Motorradfahrer, Ansprechpartner des Aktionsbündnisses und Veranstaltungsleiter des »Biker-Tages«, hatte als stellvertretende Leiterin des Aktionstages Michèle Götz, die Sprecherin der Interessengemeinschaft Motorradfreunde Hochtaunus, mit ins Boot geholt.

Sie hatte ihre Augen überall und freute sich, dass vor allem die Vorführungen des MSC Winkelmesser auch von Nicht-Bikern interessiert verfolgt wurden. Über den Tag verteilt waren Auszüge aus dem Fahrsicherheitstraining für motorisierte Zweiradfahrer zu sehen. Auch Info-Stände sollten zeigen, wie verantwortungsbewusst Motorradfahrer sind.

Die Botschaft kommt an

Diese Botschaft kam auch bei Frederik Lutz aus Bad Homburg an. Der Nicht-Motorradfahrer war zum Feldberg gewandert und schaute sich an den Ständen um. Kein Thema war für ihn eine Streckensperrung an bestimmten Wochenenden. »Wichtig ist zu wissen, dass die Biker ihre Maschinen beherrschen«, sagte er. Vor allem begrüßte er die Kampagne »Runter vom Gas« des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats mit ihrer Fotoaktion »Echte Männer/Starke Frauen rasen nicht«.

Für Marek Lufft aus Dannenberg im Wendland sind Streckensperrungen grundsätzlich keine Lösung. Auf jeden Fall fand er das Engagement der Motorradfahrer für mehr Aufklärung und Sicherheit gut. Aus seiner Sicht ist das nicht nur ein Problem im Taunus. Aber am Stand des Regionalen Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Hochtaunus war er doch erstaunt über die Zahlen. So haben sich in den vergangenen Jahren mehr als 25 der Motorradunfälle im Hochtaunuskreis im Feldberggebiet ereignet. Im Hochtaunuskreis werden 60 Prozent der Motorradunfälle von den Motorradfahrern selbst verursacht, im Feldberggebiet sogar 87 Prozent.

Wie Hauptkommissar Oliver Link feststellte, hat sich die Unfallstatistik seit 2018 durch gezielte und verschärfte Maßnahmen deutlich verbessert. »Den Kurs mit mehr Kontrollen werden wir auf jeden Fall beibehalten«, kündigte er an. Denn die weitaus häufigste Ursache für Motorradunfälle ist aus Erfahrung der Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit. Auch wenn die Raser und sogenannten Knieschleifer unter den Motorradfahrern am Biker-Tag nicht auf dem Feldberg waren, gab es von der Polizei Tipps zur Sicherheit und Prävention für Biker.

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