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GANZ-Projekt "Kinderseelen heilen ohne Worte"

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Neu-Anspach -Das Zentrum GANZ unterstützt seit mehr als 25 Jahren Familien in der Stadt mit ambulanter Hilfe und erschließt nach eigener Aussage immer wieder Finanzierungsmöglichkeiten, um mit der Durchführung von Projekten Menschen zu helfen. Jetzt möchten die Mitarbeiter auch einen Anteil an Hilfe für geflüchtete Familien aus der Ukraine leisten und haben ein Projekt für geflüchtete Kinder organisiert.

Mit einer Förderung des Deutschen Kinderhilfswerks können, zusammen mit der Initiative "Tierbrücke" in Weilrod, Ferienspiele mit Therapie-Tieren für zwei Gruppen angeboten werden.

"Die Erfahrungen von kriegsbedingter Gewalt sowie die Fluchterfahrungen selbst haben oft schwerwiegende und traumatische Auswirkungen auf die Psyche geflüchteter Kinder und Jugendlicher", heißt es in einer Pressemitteilung von GANZ. Das neue Projekt, das unter dem Motto "Kinderseelen heilen ohne Worte" stehe, wolle niedrigschwellig psychosoziale Unterstützung bieten und den Mädchen und Jungen ermöglichen, Lebensfreude durch Begegnungen mit Tieren zu erfahren.

Ferienspiele mit Welcome-Klasse

Zwei einwöchige Ferienspiele werden in den ersten beiden Ferienwochen mit den Kindern des Welcome-Treffs in der Bahnhofstraße Neu-Anspach und der Welcome-Klasse der Grundschule am Sommerberg in Riedelbach stattfinden. Dabei können jeweils fünf Kinder eine Woche lang von montags bis freitags je drei Stunden teilnehmen.

Die Tiere der Heilerziehungspflegerinnen Elisabeth und Johanna Zickmann sind Ponys, Esel, Schafe, Ziegen, Kaninchen und ein Hund. Diese agieren seit vielen Jahren vorwiegend therapeutisch begleitend und sind laut GANZ "hervorragende Partner in schwierigen Lebensphasen". Sie seien in der Lage, sich individuell auf den Nachwuchs einzulassen. "Die Begegnung mit ihnen kann je nach individuellen Vorlieben und Neigungen ganz unterschiedlich erfolgen und bietet Raum für heilsame Interaktion."

In der Mensch-Tier-Kommunikation würden Mimik, Gestik, die Sprache der Augen und der Berührungen genutzt. "Im Umgang mit Tieren erleben die Kinder Zuneigung, Zärtlichkeit, Wärme und finden Ruhe."

Nach dem Ende der Ferien soll dieses Projekt möglichst weiter fortgeführt werden, eine Anschluss-Finanzierung hat der Vorstand des Familienzentrums schon ins Auge gefasst. "Unter Umständen können die Tier-Begegnungen dann zusammen mit einigen Klassenkameraden stattfinden, um spielerisch die Integration zu erleichtern." red

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