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Gefährliches Parken bleibt Thema im Ortsbeirat

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Ortsvorsteher Stefan Velte (Mitte) zeigt, wo eine Querrinne das Wasser bei Starkregen ableiten könnte. © Ingrid Schmah-Albert

Wehrheim (sai). Bei der Ortsbegehung vor der eigentlichen Sitzung des Ortsbeirats schaute sich das Gremium am Dienstagabend einige »kritische Punkte« in Wehrheim an, um sich ein eigenes Bild von den jeweiligen Begebenheiten machen zu können. »Anwohner haben mich auf den Missstand hingewiesen«, begründete Ortsvorsteher Stefan Velte (CDU), warum er das Gremium zu den besuchten Stellen führte.

Leidiges Thema dabei oft, ist die Parksituation. So sei etwa im Bierhausweg, dort wo man aus Richtung Usinger Straße kommend dem Rechtsknick der Straße folge, ein Gefahrenpunkt. Der Ortsbeirat überlegt nun, ob ein Parkverbot helfen würde.

Ebenfalls einen Vorschlag zur Entschärfung hatte der Ortsbeirat ein Stück weiter am Feldrand der Straße Am Ried. Weil hier bei Starkregen das Wasser aus gleich zwei Richtungen entlang der Felder komme und, da es nicht schnell genug von den Gräben und Gullys erfasst werden könne, in die Keller des gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses laufe, plädiert der Ortsbeirat dafür, zum einen die vorhandenen Gräben frei zu baggern und die Gitterroste von Ästen zu befreien, und zum anderen eine Querrinne einzubauen, damit das Wasser besser abgeleitet wird.

Ein wenig weiter oberhalb dieser Stelle liegt die Skateranlage. Dies nahm Silke Iannotti als Gast zum Anlass, auf die Defizite hinzuweisen. Die Bürgerin ist Mutter von Teenagern, die diese Anlage gern mehr nutzen würden, aber den zu klein dimensionierten Platz bemängeln. Denn hier kämen verschiedene Altersklassen mit natürlicherweise unterschiedlichen Interessen zusammen. Kinder von etwa acht oder neun Jahren nutzten die Anlage anders als etwa ältere Jugendliche oder junge Erwachsene. Die Halfpipe würde nicht nur zum Skaten, sondern auch zum Inliner oder BMX-Rad-Fahren benutzt. Die Anlage sei zu klein, weshalb sie mit ihren Kindern und deren Freunden oft nach Neu-Anspach fahre. Dort seien viele Wehrheimer Jugendliche anzutreffen, weil einfach mehr Möglichkeiten vorhanden seien, darunter auch Bänke. So würde die Nutzung entzerrt.

Sitzgelegenheiten für Jugendliche

Schon eine Sitzgelegenheit auf der Wehrheimer Skateranlage, aber auch am Bolzplatz Am Joseph (»die vorhandenen sind in einem maroden Zustand«) würde dazu beitragen, dass die Anlagen besser genutzt werden. Denn oft würden die Jugendlichen die Halfpipe eher als Sitzplatz und Treffpunkt nutzen als zum Skaten. Dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Platz brauchten, um sich zu treffen, war schnell Konsens im Gremium. Denn dass nicht alle gern ins Juz gingen, zumal dies nur bis 20 Uhr geöffnet habe, so Iannotti. Viele hätten in dem Alter ein starkes Bewegungsbedürfnis und träfen sich lieber an der frischen Luft. Dafür seien die Plätze aber nicht so attraktiv und es wurden sogar bisherige Angebote reduziert, wie etwa die Tischtennisplatte am Bürgerhaus abmontiert.

Der Ortsbeirat empfahl der Bürgerin, sich mit ihren Anliegen und Vorschlägen an Jugendpfleger Gunther Gräfe zu wenden und auch die Jugendlichen mit einzubinden. Außerdem sei es sicherlich sinnvoll und hilfreich, eine Elterninitiative zu gründen, ähnlich wie sich dies bereits für verschiedene Spielplätze bewährt habe.

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