Freibad Schloßborn

Ärger bei den Frühschwimmern

Die Öffnungszeiten des Freibads in Schloßborn waren eines von mehreren Themen, die im Gemeindeparlament in der Fragerunde der Bürger zur Sprache kamen. Auch der Wald und das Archiv spielten eine Rolle.

Die Fragerunde aus dem Publikum sorgte in der letzten Sitzung der Glashüttener Gemeindevertreter von der Sommerpause für Gesprächsstoff: FDP-Fraktionschef Dr. Stefan John überbrachte als Privatmann eine Unterschriftenliste zu den Öffnungszeiten des Schwimmbads in Schloßborn. 50 Frühschwimmer drückten darin ihr Unverständnis darüber aus, dass das Schwimmbad seit Saisonbeginn nur noch an drei Tagen von 8 Uhr an geöffnet ist und am Dienstag sowie Donnerstag erst von 9 Uhr an.

„Nicht nur der Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser Änderung am Eröffnungstag ist befremdlich, da wir überwiegend Dauerkarteninhaber sind und die Karten bereits im Vorverkauf in Unkenntnis der geänderten Öffnungszeiten erworben hatten. Auch die Unterbrechung des Wochenrhythmus macht den Schwimmbadbesuch schwer planbar und ist für viele aus beruflichen oder privaten Gründen an diesen beiden Tagen gar nicht mehr möglich“, trug John die Kritik der Schwimmbadbesucher vor. Außer den Gründen für die Änderung wollte er auch wissen, ob damit zu rechnen sei, dass über die Öffnungszeiten im kommenden Jahr neu entschieden werde.

Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg (parteilos) gab zu, dass die Bekanntgabe der geänderten Öffnungszeiten „etwas unglücklich“ verlaufen sei und erklärte, dass über die Öffnungszeiten nach der Saison neu diskutiert werden könne. Man habe schließlich nur ein leicht geändertes Konzept ausprobieren wollen, das vor allem den Berufstätigen, die erst nach 18 Uhr nach Schloßborn heimkehren, die Chance geben soll, an zwei Tagen bis 21 Uhr noch ein paar Runden zu schwimmen.

Sie wies darauf hin, dass die Öffnungszeiten auch von den Dienstzeiten der beiden Bademeister abhängig seien. Aber: „Wir werden uns im Gemeindevorstand nach der Auswertung der Zahlen im Herbst neue Gedanken machen.“

In der Fragestunde zeigte sich zudem eine Mutter besorgt über die Einstellung des Hortkonzeptes an der Kindertagesstätte in Oberems. Da in der dortigen Kita deutlich mehr jüngere Kinder aufgenommen werden müssen, hat sich der Träger entschlossen, sich mit der Grundschule abzustimmen. Dort wird künftig die Nachmittagsbetreuung stattfinden. Wobei die Gemeinde noch wegen der Busabfahrtstelle Klärungsbedarf sieht.

Probleme ganz anderer Art erwartet die Gemeinde in ihrer Rolle als Waldbesitzer: „Da Hessen-Forst die Holzvermarktung künftig nicht mehr durchführen darf, müssen die Waldbesitzer den Verkauf selbst organisieren. Um dies zu realisieren, sind derzeit verschiedene Gremien aktiv geworden, und es gibt allein drei Arbeitsgruppen, die eine Lösung finden sollen“, erklärte Bannenberg und hatte eine schlechte Nachricht: „Hessen-Forst hat uns informiert, dass durch Stürme zu viel Fichtenholz auf dem Markt ist und wegen des Tiefpreises deshalb kein Einschlag erfolgen sollte.“ Das bedeutet für die Kommune 10 000 bis 20 000 Euro weniger.

Das Schmankerl des Abends lieferte ebenfalls die Rathauschefin. Es ging um den Antrag der CDU-Fraktion bezüglich einer Satzung zum Gemeindearchivgut. Sie stellte fest, dass „die Kellerkinder“ im Rathaus längst fleißig gewesen seien und der Entwurf nach den Sommerferien in die Gremien gehen werde. Die CDU-Kritik, es wäre schön gewesen, davon Kenntnis zu bekommen, konterte sie: „Manchmal arbeite ich so vor mich hin und denke nicht daran zu informieren . . .“

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